Die Ersten mussten heute morgen noch den Frost von den Autoscheiben kratzen, aber als es um acht Uhr mit der „Futurity Open Bit“ losging, wärmte bereits bestes bayerisches Wetter die morgendlichen Reiter der „Breeders Futurity Open Bit“. Als Vierter von 46 Startern ritt Rudi Kronsteiner mit „Just Whiz“ in die Arena. Mit einem High Score von 220 verließ er sie. Der Wallach von „Topsail Whiz“ aus „Just Vanna“, wurde von Nedpoint QH gezüchtet. Besitzer sind Monica und Rolf Reinschmidt. „Just Whiz ist ein ganz lieber“, sagt Monica Reinschmidt und wirft ihm einen Haufen wohlverdienter Äpfel in den Futtereimer.
Promotion
Der Wallach wurde von Duane Latimer trainiert und kam erst im Juni zu Kronsteiner. Auch sein eigenes Pferd „Piccino Hollywood“ konnte Kronsteiner gut platzieren. Er und Ludwig teilen sich den vierten Platz. Kurz vor dem Start zeigte „Piccino Hollywood“ plötzlich Probleme beim Stoppen. „Ich wollte eigentlich schon zurückziehen, war mir aber nicht ganz sicher. Der Turnierarzt stellte dann eine Blockade in der Hüfte fest, die aber beseitigt werden konnte.“ Wie sich in der Show zeigte, erfolgreich. Den hübschen Palomino, meint Kronsteiner, hat sich meine Frau Steffi eingebildet.“ Er gehörte Roseanne Sternberg und wurde kurzerhand gegen ein anderes Pferd getauscht.
Mit einem Score von 219,5 ritt Volker Schmitt mit „XP Absolut Rooster“ auf den zweiten Platz. Der Hengst ist von „Lena Cielo“, aus „Colonel Darcus“. Er wurde von Eugen Breug gezüchtet und steht im Besitz von Sabine Gresens.
„XP Absolut Rooster“ kam bereits auf der Futurity 2003 mit George Maschalani ins Finale und landete auf Platz 12. „XP hat einen super Stopp und Rollback. Da liegt er immer zwischen plus 1 und 1 ½ . Außerdem ist er ziemlich faul. In der Show wartet er nur darauf anhalten zu dürfen. Also ein perfektes Showpferd. Dazu ist er absolut nervenstark.“ Schmitt glaubt daher, dass „XP Absolut Rooster“ die beiden Vorrunden gut überstehen und relaxt ins Finale kommen wird. Erst im Futurity-Finale zeige sich dann, welches Pferd die Nerven mitbringe um langfristig im Turniersport dabei zu sein. Mit seinem zweiten Pferd „PS Hollywood Doc“ platzierte sich Schmitt auf dem dritten Platz. Der hübsche Schimmel wurde von Christoph Valtl ausgebildet. Seit zwei Monaten ist er bei Schmitt im Training. „Der Hengst ist ein sehr gutes Pferd und hat gute Chancen im Finale unter die ersten fünf zu kommen.“ Trotz toller Ritte bleibt Schmitt kritisch. „Kein Ritt ist gut genug“ sagt er. Deshalb überprüft Schmitt jedes seiner Manöver per Videoanalyse auf Fehler. „Man darf nie aufhören zu lernen.“ Dennoch gibt es zwei Ritte mit denen selbst Schmitt rundum zufrieden war. Ein Ritt war auf der letzten Futurity. Da punktete er einen Score von 225 mit „Chex Enterprise“ in der „Lawson Bronze Trophy“. Das andere Highlight war ebenfalls letztes Jahr in den USA. Dort erreichte er im zweiten Futurity Durchlauf mit „Who Is My Daddy“ einen Score von 220. In wenigen Wochen wird Schmitt wieder in den USA sein. Das Land, das ihm beruflich und menschlich am meisten mit auf den Weg gegeben hat. „Das Schöne an den USA ist, dass Leistung anerkannt wird. Neid gibt es dort so gut wie gar nicht. Es war gut zu erfahren, dass es auch anders geht, als bei uns in Deutschland.“ Von seinem amerikanischen Lehrmeister Jack Brainard hat er außerdem seinen Leitsatz mit auf den Weg bekommen: „Der langsame Weg ist der schnellste Weg zum Erfolg“.
"SILVER" ist
aus PINES REINY NITE - eine Producer Stute für den Reiningsport.
Er war als Fohlen BUNDESCHAMPION im Ovator Cup mit der Jahresbestnote
von 8,35. Er ist gekört und "leistungsgeprüft" und ins DQHA Hengstbuch
I eingetragen. DQHA Futurity Reining 7. Platz.