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Reiter aus 15 Nationen zeigten bei der Americana das ganze Potenzial
von Eleganz und Rasanz des Westernreitsports in Europa und darüber
hinaus. Erstmals bei der Americana dabei waren auch Reiter aus
Brasilien. In 28 Wettbewerben – davon 14 Europameisterschafts-Entscheidungen
– wurde um insgesamt 146.073,72 Euro Preisgeld gekämpft. Die Ritte
wurden von den Richtern Allan Mitchels, Robert Fanning und Bobby
Harrison (alle USA) sowie Janette Steffl aus Italien bewertet.
Martin
Larcombe wiederholt seinen Sieg in der Bronze Trophy Open
Den
größten Einzelposten des Gewinngeldes strich sich der Australier
Martin Larcombe ein. Der Australier gewann wie bereits bei der
Americana 2004 die Bronze Trophy Open Reining. Der Trainer von
Corinna und Michael Schumacher erhielt für seine Vorstellung auf
dem siebenjährigen Quarter Horse-Hengst Red Chic Peppy knapp 9.200
Euro. Gesamt kamen allein in dieser Prüfung fast 40.000 Euro zur
Ausschüttung. Mit seinem Sieg in Augsburg baute Larcombe zugleich
seine Führung in der aktuellen Weltrangliste des Reining-Sport
aus. Auch bei den beiden anderen wichtigsten Entscheidungen wiederholten
die siegreichen Reiter der Americana 2004 ihren Erfolg: Das Cutting
gewann der Italiener Gianluca Munarini auf Starlight Elan und
die Vielseitigkeitsprüfung für ein „Rinderpferd“, die Reined Cow
Horse Futurity, entschied der Turiner Markus Schöpfer auf BBR
Perfect Timin für sich. Markus Schöpfer war in diesem Jahr auch
das Plakatmotiv der Americana 2006. Ingesamt waren über 400 Rinder
im Einsatz.
Die
sportliche Leitung zeigte sich am Ende der Veranstaltung hochzufrieden.
Horst Geier und Joachim Bochmann: „Die Americana war erneut Top
und ist unangefochten die Meßlatte Europas für Westernreitveranstaltungen.
Die Begeisterung des Publikums zeigte, dass zudem unser Konzept
unverändert sehr gut ankommt. Die Zuschauer wissen unser umfangreiches
Programm zu schätzen.“ Ein Konzept, das neben Bewährtem dennoch
ständig mit Neuerungen aufwartet. In diesem Jahr stieß etwa die
erstmals ausgetragene Hengstsprungversteigerung von 20 der besten
Vererber auf ein riesiges Interesse: Auktionator Johannes Orgeldinger
hatte keine Mühe, alle 20 Hengstsprünge meistbietend unter den
Hammer zu bringen. Horst Geier und Joachim Bochmann schauten auch
bereits voraus: „Natürlich haben wir jetzt schon wieder neue Ideen
für 2008. Vor allem aber gebührt unser Dank auch den 70 Americana-Helfern.
Dieses Team aus ganz Deutschland, seit vielen Jahren im Kern unverändert,
macht den Unterschied zu allen anderen vergleichbaren Veranstaltungen
aus.“ Horst Geier dankte zudem dem Ausrüster Old Sorrel: „Dank
der speziellen Americana-Jacken von Old Sorrel haben sich die
Helfer nicht nur sehr wohl gefühlt, sondern auch nach außen ein
sehr schönes einheitliches Bild vermittelt.“
Journalisten
aus aller Welt und erstmals live im Internet
Die
Americana stieß erneut auf ein sehr großes Medieninteresse. Fast
120 Journalisten, darunter auch die Fachpresse etwa aus den USA,
Italien und Ungarn, kamen nach Augsburg, um über die Americana
zu berichten. Unter anderem waren Tonya Garrison vom American
Quarter Horse Journal, Giancarlo Doardo vom Reiner Italien und
Gerda Langer von der Western News Österreich vor Ort. Auch im
Internet war das Echo enorm: Erstmals wurden die Wettbewerbe der
Americana vom auch live übertragen. Dies nutzten viele Daheimgebliebene:
Die Live-Übertragung verzeichnete rund 35.000 Clicks. Die Zahl
der Zugriffe auf die Americana-Homepage (www.americana.de)
ließ beinahe den Server zusammenbrechen. Hier fanden sich stets
aktuell alle Informationen. Insgesamt 21 Berichte erschienen zeitnah
und informierten über das Geschehen in Augsburg. Aber auch alle
anderen Internetauftritte der Szene waren eng dabei wie z.B. www.wittelsbuerger.de, die auch mit Live-Scorings
dabei waren.
Kim
Sloane, Leornardo Arcese und APHA-Präsident zu Gast
Auch
jede Menge Fachprominenz war vor Ort: Neben den Vertretern sämtlicher
deutschen Verbände etwa die Präsidenten und Vizepräsidenten der
großen internationalen Verbände vor Ort, darunter NRHA Vize-Präsident
Kim Sloane, ERCHA-Präsident Leonardo Arcese und APHA Präsident
Carl Parker und Executive Director Lex Smirthwaite.
Minister
Miller: Americana so bedeutend wie die WM
Ebenfalls
begeistert zeigten sich die politischen Vertreter. Die Americana
wurde besucht von Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller,
Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert und Isabella Cascarano,
Konsulin und Leiterin der Handelsabteilung im Generalkonsulat
der Vereinigten Staaten von Amerika in München. „Die Weltmeisterschaft
in Aachen als Aufwärmveranstaltung für die Americana zu bezeichnen,
ist vielleicht etwas gewagt. Aber die Americana steht der Bedeutung
und der Klasse der WM mit Sicherheit kaum nach“, lobte Bayerns
Landwirtschaftsminister Josef Miller.
„Natürlich
ist die USA die Wiege des Westernreitens. Aber umso schöner ist
es, hier in Bayern die wichtigste Veranstaltung Europas für diese
Sportart zu haben“, erklärte der Minister. Er dankte den AFAG-Geschäftsführern
Heiko und Hermann Könicke sowie dem Sportlichen Leiter der Americana,
Horst Geier: „Es war ein Gewinn, dass sie die Americana nach Augsburg
geholt haben. Ich stelle fest: Westernreiten ist ein hochkarätiger
Sport. Die Americana ist ein Erfolg für den Sport und für die
Region. Die übrigens nicht zuletzt von der Americana durch über
30.000 Übernachtungen der Gäste profitiert.“
Westernflair
am Lech
So sah
es auch Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert: „Hier haben
zwei erfolgreiche `A`s zusammengefunden: Augsburg und Americana.
Die Americana hat ein publikumswirksames Konzept und bringt das
Westernflair an den Lech.“ Das Stadtoberhaupt hatte aber auch
die Pferde im Auge: „Wir alle dürfen nie vergessen: Im Mittelpunkt
stehen die Pferde. Ein Pferd ist kein Sportgerät wie ein Golfschläger,
sondern hat Gefühle.“ Insgesamt bilanzierte er: „Die Americana
ist die bedeutendste Westernreitveranstaltung auf dem alten Kontinent:
Sie ist ein entscheidender Motor für den Reitsport, aber auch
für die Bekanntheit von Augsburg.“
Genau
so sah es auch die USA-Konsulin Isabella Cascarano: „Die Americana
hat sich unter dem unermüdlichen Einsatz der AFAG und von Horst
Geier zum entscheidenden Antrieb der Szene entwickelt – und ist
zudem ein guter Platz für viele Geschäfte.“
Messechef
Heiko Könicke: Begeistert von der familiären Atmosphäre
AFAG-Gastgeber
Heiko Könicke sprach ebenfalls nur in besten Tönen über die Americana:
„Sie ist das Mekka für die Freunde des Westernreitsport, der Erfolg
der Americana ist in der Szene legendär. Die Besucher sind beeindruckt
von der faszinierenden Gesamtinszenierung. Und mich selbst beeindruckt
zudem immer die gelebte familiäre Atmosphäre. Auch das alles zählt
über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus.“
Berühmt
ist auch die internationale Messe bei der Americana. Auch in diesem
Jahr luden 240 Aussteller zum Informieren, Vergleichen und Einkaufen
ein. Letzteres geschah so reichlich, dass die große Mehrheit der
Firmen eine sehr positive Bilanz zog. Kein Wunder bei den unzähligen
gut gefüllten Tüten und Taschen, die aus den ebenso gut gefüllten
Messehallen getragen wurden. Übertroffen wurde dies Zahl möglicherweise
noch von der Anzahl der Bierchen, die im „Red Grizzly Saloon“
getrunken wurden.
Aussteller:
Americana im Vergleich zu anderen Reitmessen Umsatzsieger
Während
andere renommierte Reitsportveranstaltungen mit Besucher- und
damit verbunden Umsatzrückgängen für die Aussteller zu kämpfen
haben, konnte die Americana auch 2006 wieder punkten. Vor allem
von den neuen Ausstellern gab es viel Lob, einen derartigen Besucheransturm
hatten sie bislang noch nicht erlebt. Bedeutende Unternehmen wie
Gomeier, Rieser oder Kenner sprechen schon jetzt von größeren
Ständen bei der kommenden Americana 08. Allgemein wird ein gestiegenes
Niveau des Angebots attestiert, die optisch ansprechende Präsentation
wird deutlich wichtiger. Zahlreiche Aussteller sprechen von spürbar
mehr Neukunden als in früheren Jahren. Und nahezu unisono ist
zu hören: „Die Americana ist die letzte Messe, auf die wir verzichten
würden.“
Stadtsparkasse
muss Geldautomaten ständig nachfüllen
Dass
hier sehr viel Geld die Besitzer wechselt, kann auch die Stadtsparkasse
Augsburg bestätigen, die mehrmals auch am Wochenende in die Messe
kam, um die leeren Geldautomaten wieder zu füllen. Und dass, obwohl
der bargeldlose Zahlungsverkehr auch auf Messen zunehmend Einzug
hält.
Prima
Geschäfte gemacht
Auch
die repräsentative Befragung der Aussteller spiegelt diese durchwegs
positive Stimmung wider. Sie erbrachte in den wesentlichen Kriterien
noch bessere Ergebnisse, als vor zwei Jahren: So bewertete über
die Hälfte der Firmen, nämlich 54% (2004: 39%) ihren geschäftlichen
Erfolg als „sehr gut“ oder „gut“, 36% waren „zufrieden“. Immerhin
16% (2004: 11%) freuten sich über bessere Geschäfte als vor zwei
Jahren. Auf die Frage nach der Wiederbeteiligung an der Americana
08 antworteten 71% mit „ja“, 29% konnten noch keine verbindliche
Auskunft geben. Deshalb werden wohl die allermeisten Firmen wieder
mit dabei sein, wenn vom 10. bis 14. September 2008 der wilde
Westen nach Augsburg zurückkehrt.
Ganz
Augsburg hatte keine Chicken Wing mehr
Wie
immer bei großen, internationalen Messen profitiert auch die Region,
vor allem die Hotellerie und Gastronomie: An die 30.000 Übernachtungen
schreibt die Regio Augsburg Tourismus GmbH der AMERICANA zu. Grund
zur Freude hatten wie immer auch Dienstleister wie Messebauer,
Caterer oder Taxiunternehmen. Und – der Lebensmittelgroßhandel:
In ganz Augsburg waren amerikanische Klassiker wie Chicken Wings
oder Farmersalat ausverkauft. Im Red Grizzly Saloon waren während
der AMERICANA tausende Portionen verdrückt worden.
Oldtimer-Sättel
verkauft
Noch
einen Blick auf die Messe und ein paar Hinweise, was dort neu
war oder Außergewöhnliches passierte. Ein ganz besonderes Messeangebot
hatte Christoph Rieser: er verkleinerte seine Sammlung an Oldtimer-Sätteln
und verkaufte in Augsburg exklusiv 15 Exemplare! Die Originalstücke
waren aus den Jahren 1900 bis 1960, unter Kennern heiß begehrt
und kaum noch auf dem Markt zu finden – stammen sie doch zum Teil
von namhaften Sattlermeistern.
Neu
auch Christoph Riesers soeben erschienenes „Sattelhandbuch“. Dahinter
verbirgt sich jedoch kein normaler Produktkatalog, sondern ein
„interaktives“ Heft. „Handbuch zur Gestaltung Ihres persönlichen
Sattels“ lautet der Untertitel, der dem Anspruch und Umfang des
Buches gerecht wird. Mittels Gestaltungsvorlagen kann jeder Reiter
die Phantasie spielen lassen und seinen individuellen Sattel in
Gedanken entwerfen, inspiriert von den unzähligen, mit Bildern
unterlegten Beispielen. Bis ins kleinste Detail kann dabei geplant
werden: vom 3D-entwickelten Sattelbaum bis hin zum filigran bearbeiteten
Concha aus der hauseigenen Silberschmiede. Gespickt mit Geschichten
und Anekdoten über seinen eigenen Werdegang und die Sattlerei
lädt das „Sattelhandbuch“ zum Schmökern ein.
Ein
Glitzern überall
Frisch
von den Weltreiterspielen in Aachen brachte der Pullmann Westernstore
Amstetten (Halle 4) die Jackenkollektion mit, mit der die deutsche
Reining-Nationalmannschaft ausgestattet worden war. Eine hochwertige
Outdoor-Jacke, die allen funktionalen und optischen Ansprüchen
genügt. Doch nicht nur die Reiter, sondern auch die Rösser wurden
am Pullmann-Store mit besonderen Outfits bedacht. Besonders „in“
versprechen die „Glitzer-Flitzer“ zu werden, tippte Sabine Schoierer
vom Pullmann-Westernstore: Strass- und Svarowski-Steine zieren
Kopfstücke, Halfter, Pads, sogar Sättel. Ebenso das Reiter-Equipment
– das ist der Trend, der frisch aus den USA kommt. „So etwas Schillerndes
hatten wir bisher noch nicht“.
Futter
nach neuesten Erkenntnissen
Mit
einem nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelten
Futter machte die „Scharnebecker Mühle“ auf sich aufmerksam. Ein
hochinnovatives Futter für Fohlen, Pferde mit Muskelerkrankungen
und Hufrehe bietet der Futtermittellieferant an. Für Westernpferde
besonders interessant ist die Serie „Muscle Protect“, ein Spezialfutter
für stark bemuskelte Pferde und Pferde mit der Muskelkrankheit
PSSM, von der Westernrassen besonders betroffen sind.
Ein
besonderer Hingucker war auch der „Amerika-Sattel“, speziell vom
Saddle Shop Trading zur Americana entworfen.
Drei Abendshows
faszinieren
Die
sportlichen Highlights der Americana wurden in drei Abendshows
angeboten, „garniert“ mit teils spektakulären Showeinlagen. Die
Namen der Galas waren Programm: „Run of the Stars – Reining at
it’s best“ und „Cow Horse Festival“.
Eine
bunte Mischung aus Rasanz, Spannung, Spaß und Show bekamen die
Zuschauer zu sehen.
Die
Rodeo Girls von Pullmann City sorgten mit einem dynamischen Auftritt
und fliegenden Fahnen für Stimmung im Publikum, genauso wie die
Reiter der „Best of Freestyle Reining“, die ihre Siegesritte der
Wettbewerbe von Mittwoch noch einmal exklusiv darboten.
Die
„History Show“ zeigte einen stimmungsvollen, indianischen Fackeltanz
zu traditioneller Musik in einer abgedunkelten Schwabenhalle.
Mit einer akrobatischen Lassoshow sorgte Vince Bruce für Begeisterung.
Auf dem Pferd SF Lets Go Partee, das die Besitzerin Michaela Rothwinkler
für seinen Auftritt extra zur Verfügung gestellt hatte, führte
der Rope-Weltmeister atemberaubende Tricks vor.
Ricky
Bordignon seit 20 Jahren bei der Americana
Den
spektakulärsten Auftritt lieferte der mehrfache Weltrekordler
im Motorradweitsprung, Tony Rossberger. Mit seiner Maschine hatte
er allerdings nicht nur eine Pferdestärke unter dem Sattel. Was
würde er wohl auf der Americana zeigen? Mit einem gewaltigen Satz
über eine Rampe sprang er aus dem Nichts in die Arena und zeigte
weitere waghalsige Manöver, dass der Sand nur so zur Seite spritzte.
Aber was wäre diese Nummer ohne einen vierbeinigen Part? Ricky
Bordignon stellte sich der Herausforderung und ritt mit einem
PS in die Arena. In einem Barrel Race maßen die beiden ihre Kräfte,
das um zwei Sekunden zugunsten der Motocross-Maschine ausging.
Ricky wurde nur knapp geschlagen, war aber trotzdem bei weitem
kein Verlierer, wurde er doch geehrt für höchste Americana-Treue:
Seit 20 Jahren, also von Beginn an, ist er als Teilnehmer auf
der Americana dabei! In vielen Disziplinen war er schon erfolgreich,
von Western Pleasure über Reining bis hin zum Barrel Race. Herzlich
Willkommen auch in den nächsten Jahren!
Jacs
On Top als „Americana Reining Horse 2006“ geehrt
Nicht
nur Zweibeiner, sondern auch besonders herausragende Vierbeiner
wurden im würdigen Rahmen der Abendshows und im Scheinwerferlicht
geehrt. „Americana Reining Horse 2006“ – mit diesem Titel wurde
eine große Sportlerkarriere ausgezeichnet. Viermal in Folge, von
1998 bis 2004, lief der Quarter Horse-Hengst Jacs On Top hier
im Finale der Bronze Trophy Reining Open.. Mit großem Applaus
verließ Jacs On Top die Arena.
Kelly
Zweifel und Master Snapper ein purer Genuss
Ein
weiteres Ausnahmepferd trat bei der Americana zum letzten Mal
und dies ungeschlagen in der Showarena auf: Master Snapper, amtierender
Derby Champion mit dem höchsten in dieser Prüfung je errittenen
Score von 232 und einziges in Europa gezogenes und trainiertes
Pferd, dass in den USA eine der prestigeträchtigsten Klassen gewinnen
konnte, verabschiedete sich unter seiner Starreiterin Kelly Zweifel
im Scheinwerferlicht von seinen Fans. Auf der großen Leinwand
wurde sein Derby-Siegesritt noch einmal gezeigt, was zu Standing
Ovations von einem begeisterten Publikum führte.
Viel
Glanz in die Showarena brachten auch vierzehn der zwanzig Americana-
Hengste, die sich in Halle 2 auf der Stallion Alley präsentierten.
Johannes Orgeldinger war es, der jeden Hengst einzeln in die Arena
bat und ausführlich vorstellte.
Milchschlacht
mit Grischa Ludwig und Nico Hörmann
Einmal
mehr ließen es sich Grischa Ludwig und Nico Hörmann nicht nehmen,
dem abendlichen Programm eine besondere Note zu geben. Dass die
beiden für jeden Spass zu haben sind, bewiesen sie schon vor zwei
Jahren – damals gaben sie eine unvergessene Voltigierkür zum Besten.
Dieses Mal hieß es „Auf zum Melk-Race!“. Mit zwei Reitern von
Pullmann City maßen sich Nico und Grischa im Milchtransport. Es
endete mit viel Spaß in einer wahren „Milchschlacht“.
Johannes
Orgeldinger brachte alle Sprünge von 20 Top-Vererbern unter den
Hammer
Die
Vererber mit bestem Reining-, Cutting-, Working Cowhorse- und
Pleasure-Blut präsentierten sich vor der Auktion auf der so genannten
„Stallion Alley“ in Halle 2. Mehrere hundert Zuschauer
wollten sich dann die Versteigerung nicht entgehen lassen. Zur
Auktion zeigten sich die Hengste noch einmal einzeln und höchstpersönlich
im Ring des Americana-Forums. Auktionator Johannes Orgeldinger
führte durch die Veranstaltung, stellte die einzelnen Hengste
detailliert mit Abstammung und Erfolgen vor und kümmerte sich
natürlich um die Gebote der Zuschauer. Einige Interessenten, die
nicht persönlich bei der Versteigerung anwesend sein konnten,
nutzten die Möglichkeit der Abgabe eines schriftlichen Gebots.
Bei 400 Euro starteten die Auktionen, in 50er Schritten ging es
aufwärts. Ein Teil der Einnahmen fließt übrigens direkt wieder
an die Nachzucht zurück: Mit Erlösen aus der Auktion wird das
Preisgeld der Americana Reining Futurity 2008 aufgestockt!
Die
Hengste, deren Decksprünge versteigert wurden, hießen: As Smart
As Charley, CH Spotted Sparkle, Elite Eldorado, Footworks Finest,
Golden Mc Jac, Hes Wild, I Cee Diamonds, Im So Tari, Kaliz Golden
Mastery, Lil Ruf Cody, Nics Peppy Train, Passionate Andy, Puro
Chic, Reds Gonna Rein, Remidoc, Shiners Vintage, Shotgunner, Skip
Special Leaguer, Smart Spookster und Smartest Chic Olena.
Attraktive
Ehrenpreise wie Sättel, Bronze-Trophies, wertvolle Hüte und Buckles
Neben
den 150.000 EURO Preisgeld winken den Siegern des „World Open
Championship Western Riding“ viele attraktive Ehrenpreise. So
warteten alleine zehn Americana-typisch punzierte Sättel auf die
Gewinner. In jeder Klasse gibt es zudem die wertvollen Silver-Buckles
der amerikanischen Firma Gist Silversmith California. Und fünf
große Bronze Trophies suchten einen neuen Besitzer samt Trophäenwand.
Als
Sponsoren waren dabei: Arcese Quarter Horses, Tony Muzi Western
Boots, Zoetex Sportswear, Stars & Stripes, Continental Saddlery
Joachim & Drinsinger, Way out West, Day`s Cowboy Headquarter,
Big S Westernstore, Pullman Westernstore Österreich, Kenner Store,
El Vaquero Western Store, Trail Rider Saddle Shop, High Horse
Saddle, AK Video, Jeys Saddlery Texas, Scharnebecker Mühle, Carhartt
Netherlands, Jimmy Pierce, Bob Armijo, AFAG Messen und Ausstellungen
GmbH, West Wood Ranch, La Riata Ranch, HorseEmotion, Hotel „Die
Post“, Baade Pferdeportraits, Fair Mugs Coffee Shop und den Westernreitverbänden:
ERCHA, VWB, ApHCG, DQHA, PHCG, NCHA und der EWU.
Fünf
Bronze Trophies vergeben
Erstmals
wurden bei der Americana fünf Bronze Trophies vergeben. Dazu „Mister
Americana“ Horst Geier: „Erstmals waren alle NRHA-Wettbewerbe
der Americana USA-approved – also auch etwa die beiden Freestyle-Prüfungen.
Das ist bei den Reitern sehr gut angekommen.“ Joachim Bochmann
von der sportlichen Leitung ergänzte: „Unser Wunsch ist es, die
Reining-Futurities und -Derbies noch weiter auszubauen. Derzeit
trauen sich einige der Amateure und Besitzer der jungen Pferde
noch nicht auf unsere Großveranstaltung. Wir hätten aber gerne
alle Besten – eben auch der Amateure – bei uns.“
Die
Reined Cow Horse Futurity ist mittlerweile ein fester und wichtiger
Bestandteil der Americana. Bochmann: „Die Reined Cow Horse Futurity
wird immer stärker. Sie ist neben Reining und Cutting ein ideales
drittes Standbein der Americana und passt phantastisch in unser
Konzept, das natürlich auch die anderen Disziplinen nicht vergisst.“
Filipo
Masi: „Die Americana ist ein ganz besonderes Event“
Wie
etwa die Pleasure. Bochmann: „Nie zuvor wurden bei der Americana
so schöne und gute Pleasure-Prüfungen wie in diesem Jahr geboten.“
Auch hinter den Kulissen passte alles. Bochmann: „Besonders die
Teilnehmer haben gemerkt, das hier ein eingespieltes Team mit
Herz ihre Aufgaben wahrnimmt. Und die zeitliche Trennung von Reining
und Cutting hat zudem den Andrang bei der Meldestelle entzerrt.“
Sehr gut aufgenommen wurde von den Teilnehmern auch das erstmals
angebotene Paid Warm Up und das zum dritten Mal angebotene Practice
Pen für die Cutter. Wie wohl sich die Reiter in Augsburg fühlten,
fasste der italienische Crack Filipo Masi zusammen: „Ich habe
dieses Jahr kein wirklich starkes Pferd passend zur Americana
zur Verfügung. gehabt. Aber ich würde selbst ohne Pferd zur Americana
kommen. Die ist einfach ein ganz besonderes Event“.
Von
den Besten lernen: Western Forum mit den Stars der Szene
Die Americana bot
nicht nur Spitzensport vom Feinsten und knisternde Unterhaltung,
sondern sorgt auch für die Vermittlung einer Unmenge an Tipps
und Kniffs rund um den Westernreitsport. So lud einmal mehr das
„Western Forum“ im eigenen Vorführungsring) an allen Veranstaltungstagen
ein. Ganztägig gaben hier die Stars der Szene ihr Wissen preis.
Die Themen des Western
Forums erstreckten sich über die ganze mögliche Palette. Trainer
und erfolgreiche Reiter vermitteln ihr Know-how zu einzelnen Disziplinen
und Manövern, gaben dabei zudem wertvolle Trainingtipps. Diese
Stars waren unter andere, beim Western Forum dabei: Ute Holm,
Jean Claude Dysli, Vern Sapergia, Sylvia Rzepka, Silvia Jäckle,
Jürgen Döring, Grischa Ludwig, Markus Schöpfer und Nico Hörmann.
Ein
paar Beispiele: Madeleine Häberlin trug zur „Western Riding“ vor.
Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Quarter Horse-Hengstes „Watch
Me Pulse“ lieferte sie einen praktischen und informativen Beitrag
zu Training und Vorstellung eines Western Riding-Pferdes. Grundsätze
wie „Was steckt eigentlich hinter der Disziplin Western Riding?“,
„Worauf kommt es an?“ oder „Welche Voraussetzungen muss ein geeignetes
Pferd mitbringen?“ wurden genauso behandelt wie tiefer gehende
Fragen zu Training, Hilfengebung und Gymnastizierung. Auch die
Senioren unter den Pferden kamen nicht zu kurz, denn Madeleine
ging mit speziellen Übungen auch auf das Trainingsprogramm des
bereits ausgebildeten Western-Riding-Pferdes ein. Als Inhaberin
der Richterkarte mehrerer Westernreitverbände gab sie außerdem
wertvolle Tipps und Hinweise für das Reiten in der Prüfung und
erklärte die Bewertung aus der Sicht des Richters.
Legende
Jean Claude Dysli wieder dabei
Ein
anderes Thema hieß „Die kalifornische Reitweise der Vaqueros“.
Wer sonst als Altmeister und Urgestein des Westernreitsport in
Deutschland, Jean Claude Dysli, hielt diesen engagierten Vortrag.
Proppevoll waren die Zuschauerränge rund um den kleinen Reitplatz,
das Interesse groß.
Bob Armijo
lässt das Publikum ropen
Der
Amerikaner Bob Armijo, seines Zeichens ein wahrer Altmeister und
vielfacher Titelträger im Roping, stellte sich der Aufgabe, Messebesucher
in die Geheimnisse seiner Kunst einzuweihen. „Come and Try“ lautete
das Motto. Mit der Hilfe begeisterter Freiwilliger demonstrierte
er nicht nur seine eigene Kunstfertigkeit mit dem Lasso, sondern
auch Talent, sein Wissen weiterzugeben. Laut Bob ist es schließlich
kein „Hexenwerk“, die Grundlagen des Roping zu erlernen. Und
er hatte Recht: Jedem „Proband“ gelang es schließlich - nach anfänglichen
Schwierigkeiten und Selbstfesselungsversuchen - das Rope sicher
um sich herum zu schwingen und sogar die geduldige Plastikkuh
auf dem kleinen Reitplatz des Forums zu fangen.
Und nun zum
Sport:
NRHA
Bronze Trophy Open
Dario
Carmignani gewinnt mit Skeets Dun den Vorlauf
Unter 49 Startern
in der mit 32 000 Euro added dotierten NRHA Bronze Trophy Open
erkämpften sich die 17 Besten einen Platz im Finale. Dafür waren
mindestens 217,5 Punkte nötig! Zum Vergleich: für das Einzelfinale
auf der WM in Aachen waren es 215,5. Interessant ist, dass etliche
Hoffnungsträger nicht weiter kamen, so u.a. der Deutsche Meister
Nico Hörmann, der mit Yankee Bambino eine 217 erritt und damit
das Finale um einen halben Punkt verfehlte. Auch Bernard Fonck,
der unter der Top Ten der NRHA Weltrangliste ist, konnte diesmal
die Erwartungen nicht erfüllen.
Den Top-Score
im Vorlauf ritt der Italiener Dario Carmignani mit dem NRHA-Weltranglisten-Vierten
Skeets Dun. Der im Besitz von Andrea Castrucci stehende 6-jährige
Quarter Horse Hengst kommt gerade von der Weltmeisterschaft in
Aachen, wo er mit dem italienischen Team die Bronzemedaille und
Platz 10 im Einzelfinale holte. Hier auf der Americana überzeugten
die beiden u.a. durch ihre Spins und die Stops und verließen schließlich
mit einer 221,5 die Arena.
Zweite wurde
nur mit einem halben Punkt Abstand Sylvia Rzepka mit Golden Mc
Jac (Bes. Peter Prokes, AUT). Die beiden, die gestern souverän
den Go der Reining Maturity gewannen, zeigten einen wunderschönen
Ritt, wobei offensichtlich war, dass Sylvia dem Hengst noch viel
‚Luft’ übrig ließ! Hier hat sich ein echtes ‚Dream Team’ entwickelt,
wobei anzumerken ist, dass der in Österreich gezüchtete Hengst
bereits als Zweijähriger zu Sylvia und ihrem Mann Vern Sapergia
ins Training kam.
Auf Platz
3 im Vorlauf kam Ruben Van Dorp (NED) mit Footworks Finest (220,5),
einem Hengst im Besitz von Roy de Bruin. De Bruin ist auch der
Besitzer von Coeur D Wright Stuff, der unter Grischa Ludwig derzeit
auf Platz 11 liegt.
Titelverteidiger
Martin Larcombe trotz kurzem Patzer Fünfter
Titelverteidiger
Martin Larcombe, auch Trainer von Corinna und Michael Schumacher,
kam im Vorlauf mit Red Chick Peppy auf Platz 5, zusammen mit Marco
Petinari und Let Me Out Please und Paulo Koury mit Texas Playboy.
Larcombe hatte trotz dieses Scores einen Patzer im Ritt. Denn
beim ersten Runterbeschleunigen in den kleinen Zirkel wollte sein
Pferd wechseln, was der Australier nur durch einen kurzen harten
Eingriff verhindern konnte. So war er auch unmittelbar nach dem
Ritt nicht ganz zufrieden: „Das fühlte sich nicht wirklich gut
an – da muss ich bis morgen zum Finale noch dran arbeiten.“
Vorentscheidung
in der Weltrangliste?
Das er noch
Potenzial haben würde, machte auch seine Platzierung in der aktuellen
NRHA-Weltrangliste klar: Er war vor der Americana mit Red Chick
Peppy Erster dieser Weltrangliste – mit 22.000 Dollar gewonnen
Preisgeld. Und hatte damit zu diesem Zeitpunkt viertausend Euro
Vorsprung in der Weltrangliste vor Bernard Fonck auf Roosters
Spurs. Der Belgier aber kam nicht ins Finale der Americana. Und
damit hatte Larcombe einmal mehr die Chance, durch einen Erfolg
bei der Americana die Vorentscheidung in der Weltrangliste herbeizuführen.
Und genau das gelang dem Australier schon vor zwei Jahren, als
er mit seinem Sieg bei der Americana nicht mehr vom Podest der
Weltrangliste zu verdrängen war. Aber Vorsicht war geboten: Denn
schließlich gewann Dario Carmignani auf Skeets Dun den Vorlauf
der Bronze Trophy. Und eben dieses Duo war zu Beginn der Americana
Vierter der Weltrangliste.
Die weiteren
Finalisten wurden Adriano Meacci (ITA) mit Docs Tivio Hancock
und Peppy Secolo, Emanuel Ernst mit Chickle Me Please und Shotgunner,
Francesco Arrighi mit Star At The Bar, Rudi Kronsteiner mit Nimble
Star, Doug Allen mit Jacs Little Sunrise, Markus Schöpfer mit
Remilore, Ruben Van Dorp mit Lil Miss Peppy Step und Ann Poels
mit Codys Diamond Dun It.
Martin
Larcombe wiederholt seinen Americana-Triumph!
Dann aber
das Finale. Die Karten wurden neu gemischt. Und was passierte,
ist bis dato einmalig: Erstmals schaffte es ein Reiter, die große
NRHA Bronze Trophy Open der Americana zum einen überhaupt zum
zweiten Mal und dann auch noch in Folge zu gewinnen. Die Verneigung
gebührt dem Australier Martin Larcombe. Congratulations! Er kam
vor voller Halle im Finale mit seinem siebenjährigen Quarter-Hengst
Red Chic Peppy auf 221,5 Punkte. 2004 hatte Larcombe diese Prüfung
auf Arc Oak Enterprise gewonnen. Und nicht zu vergessen. Mit dem
in diesem Jahr vorgestellten Red Chic Peppy war er zudem Achter
bei der Americana Bronze Trophy 2004 (damaliger Score: 216,5).
Sein stärkster
Konkurrent im Finale war der Vorlaufsbeste und WM-Mannschafts-Bronze-Gewinner
Dario Carmignani,. der auf Skeets Dun zu 220 Punkten kam. Den
dritten Rang teilten sich die Belgierin Ann Poels auf Codys Diamond
und Marco Petinari auf Let Me Out Please (jeweils 219,5). Für
Sylvia Rzepka auf Golden Mac Jac reichte es bei 219 Punkten im
Tie mit Adriano Meacci zum fünften Platz. Mit der Bewertung von
Sylvia Rzepka zeigte sich das sachverständige Publikum nicht zufrieden
und wertete die Entscheidung der Richter mit Pfiffen.
Sylvia
Rzepkas Ritt für viele unterbewertet
Und was sagte
sie selbst dazu? Sylvia Rzepka: „Es haben mich sehr viele darauf
angesprochen, dass ich eigentlich die Beste gewesen sein soll.
Aber ich habe mich selbst nicht gesehen und auch die anderen Ritte
nicht. Deshalb kann und will ich das nicht beurteilen. Angefühlt
hat sich mein Ritt sehr gut. Das einzige, was ich vielleicht am
meinem Ritt kritisch anzumerken hätte, war, dass Golden Mac Jac
beim ersten Stop den Kopf ein bisschen hoch hatte. Der Grund war,
dass er sich selbst auf dem großen Bildschirm sah.“
Auffallend
war auf jeden Fall einmal mehr ihr toller Stil bei gleichzeitig
aber nicht gezeigtem möglichen Höchsttempo etwa in den Zirkeln
und im Run Down. Sylvia Rzeka zu ihrer Taktik: „Ja, es ist richtig.
Ich lege viel Wert auf den Stil und bin deshalb auch nicht die
Schnellste gewesen. Ich passe die Geschwindigkeit der Arena an.
Meinem Stil bleibe ich treu. Manchmal wird das belohnt und manchmal
auch nicht.“ Ein Blick in die Score-Sheets der drei Richter Bobby
Harrison, Allan Mitchells und Janette Steffle zeigte, wie sehr
Sylvia Rzepka mit ihrer Vermutung Recht hatte: Es war der erste
Stop. Hier erhielt sie bei zwei Richtern eine Null und einmal
sogar minus einhalb. Das sind auf diesem Niveau entscheidende
Punktverluste!
Richter
Allan Mitchells gab den entscheidenden Ausschlag
Die Americana
Bronze Trophy Open war in diesem Jahr mit 32.000 Euro added Preisgeld
ausgeschrieben. Faktisch ausgeschüttet wurden dann exakt 39.863,63
Euro. Und mit 9.168 Euro ging der größte Batzen davon an den Sieger
Martin Larcombe, der damit seine aktuelle Führung in der Weltrangliste
weiter ausbaute. So richtig zufrieden war er aber nicht über seinen
Ritt: „Das geht schon noch besser. Es waren ein paar kleine Ungenauigkeiten
drin und auch die Stops waren vielleicht noch etwas zu slow.“
Und auch hier verrät ein Blick in die Wertungen der Richter Spannendes:
Denn wäre es nach Bobby Harrison (73,5) und Janette Steffl (73)
gegangen, wäre es sehr eng geworden. Letztlich entschied über
den Sieg von Martin Larcombe Richter Allan Mitchells, der als
einziger in allen Manövern Plus und zudem zweimal Plus 1 vergab.
Dario
Carmignani zeigte seine Klasse
Der Vorlaufsbeste
Dario Carmignani zeigte trotz des Scores von 220 im Finale nicht
so einen harmonischen Ritt wie im Go. Das Pferd widerstrebte eigentlich
kontinuierlich, was allerdings der Italiener mit seiner Klasse
ausglich. Allerdings konnte auch er nicht verhindern, dass das
Pferdemaul bisweilen aufging. So war das Fachpublikum durchaus
etwas überrascht über den Score 220. Tatsächlich büßte Carmignani
nur im ersten Spin und bei der Figure Eight Punkte ein. Während
er in der Acht bei Null blieb, bekam er im ersten Spin von zwei
Richtern einen halben Punkt abgezogen.
Der
Geheimfavorit wird gleichauf mit Ann Poels Dritter
Die Belgierin
Ann Poels, in Aachen mit Little Royal BH Sechste der Einzelwertung,
sicherte sich in der Bronze Trophy Open ihren nächsten großen
Erfolg. Auf der fünfjährigen Stute Codys Diamond Dun It kam sie
bloß bei der Figure Eight und im letzten Stop nicht in den Plusbereich
und sicherte sich mit viel Stil letztlich 219,5 Punkte und damit
den dritten Rang. Eben diese Punktzahl ging auch an Marco Petinari,
in Insiderkreisen vor dem Finale als der so genannte Geheimfavorit
bezeichnet. Er stellte den erst vierjährigen Hengst Let Me Out
Please vor. Für eine noch bessere Platzierung ließ er die Punkte
in den ersten zwei Stops liegen. Im ersten Stop wurden ihm gar
gesamt zwei Punkte im Score abgezogen, und beim zweiten – noch
nicht ganz davon erholt – kam er auf eine 0.
Gleichauf
mit Sylvia Rzepka wurde der Italiener Adriano Meacci auf Docs
Tivio Hancock Fünfter bei 219 Punkten. Als letzter Starter der
Prüfung versuchte er alles, kam auch in fast allen Manövern ins
Plus. Nur der erste Stop gelang nicht, hier bekam er minus einhalb.
Zweitbester
deutscher Finalist war Emanuel Ernst auf Shotgunner. Mit dem siebenjährigen
Paint-Hengst schaffte er 217,5 Punkte. Zudem hatte er auch Chickle
Me Please im Finale (17. mit 204 Punkten). 216, 5 Punkte bedeuteten
für Ruben Van Dorp auf Lil Miss Peppy Step den achten Rang. Der
Engländer Doug Allen kam auf Jacs Little Sunrise auf eine 216
und blieb damit einen Punkt besser als die punktgleichen Markus
Schöpfer auf Remilore und Francesco Arrighi auf Star At The Bar
(beide 215).
Erneut Ruben
Van Dorp stellte auch das älteste und zugleich nach bisheriger
Gewinnsumme höchstdotierte Pferd im Ring vor: den 14-jährigen
Footworks Finest. Als erster Starter des Finalfeldes hatte dieses
Duo in den beiden Spins die besten Manöver – am Ende waren es
214,5 Punkte.
Grischa
Ludwig: „Schade – ich hätte heute gewinnen können“
Einen halben
Zähler zurück kam Grischa Ludwig auf Coeur D Wright Stuff ins
Ziel. Er freute sich riesig nach seinem Ritt. Und das trotz „nur“
214 Punkten. Denn er hatte eindeutig gezeigt, dass sein Pferd
`fit to compete`ist – ein Thema, das bei der WM in Aachen noch
für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte. Seinen Ritt beurteilte
er: „Schade. Ich habe zu viele Fehler gemacht. Dabei hätte ich
heute gewinnen können – die Voraussetzungen waren alle da.“ Ein
Stolperer vor dem ersten Spin und vor allem eine Galoppunterbrechung
in der Figure Eight kosteten Punkte.
14. wurde
Adriano Meacci mit seinem zweiten Pferd Peppy Secolo (212,5) vor
Rudi Kronsteiner auf Nimble Star (207) und dem Brasilianer Paulo
Koury auf Texas Playboy (205,5).
Das
Finalergebnis der Bronze Trophy Open:
1 128 RED CHIC PEPPY QH 1999 S Martin Larcombe
AUS O Maria Bianca Bianchi ITA 221,50
2 269 SKEETS DUN QH 2000 S Dario
Carmignani ITA O Andrea Castrucci
ITA 220,00
3 160 CODYS DIAMOND DUN IT QH 2001 M Ann Poels
BEL O Nathalie Derua BEL 219,50
3 205 LET ME OUT PLEASE QH 2002 S Marco Petinari
AUS A Maurizio Ferrarol ITA 219,50
5 299 GOLDEN MC JAC QH 1999 S Sylvia Rzepka
GER O Peter Prokes AUT 219,00
5 312 DOCS TIVIO HANCOCK QH 1999 S Adriano Meacci
ITA O Lorenzo De Simone ITA 219,00
7 21 SHOTGUNNER PH 1999 S Emanuel Ernst
GER O Anja Deutzmann GER 217,50
8 243 LIL MISS PEPPY STEP QH 2001 M Ruben Van Dorp
USA O Harald +Manuela Schmid AUT 216,50
9 142 JACS LITTLE SUNRISE QH 2000 S Doug Allen
GB A Francesca Sternberg GB 216,00
10 217 REMILORE
QH 2000 S Markus Schöpfer ITA O Paolo Marasso
ITA 215,00
10 330 STAR
AT THE BAR QH 1998 S Francesco Arrighi
ITA O Edith Zenouda FRA 215,00
12 286 FOOTWORKS
FINEST QH 1992 S Ruben Van Dorp
USA O Roy De Bruin NET 214,50
13 285 COEUR
D WRIGHT STUFF QH 1999 S Grischa Ludwig
GER O Roy De Bruin NET 214,00
14 313 PEPPY
SECOLO QH 1998 S Adriano Meacci
ITA O AM Syndacate ITA 212,50
15 51 NIMBLE
STAR QH 2001 S Rudi Kronsteiner
AUT O Alfred Neuberger GER 207,00
16
390 TEXAS PLAYBOY QH 1999 S Paulo
Koury BRA O Joao Loureiro Almeida
BRA 205,5
17
20 CHICKLE ME PLEASE QH 2002 G Emanuel Ernst
GER O Anja Deutzmann
GER 204,00
Bronze
Trophy Limited Open
Zwei Reiter
teilten sich den Sieg
Class in Class
mit der NRHA Bronze Trophy Open wurde die Bronze Trophy Limited
Open Wertung durchgeführt. Hier erzielten zwei Reiter den Top
Score von 219,5: Marco Petinari auf Let Me Out Please, einem 4-jährigen
Quarter Horse Hengst im Besitz des Italieners Maurizio Ferrarol
und der brasilianische WM-Reiter Paulo Koury auf Texas Playboy,
einem 7-jährigen Hengst, mit dem er auch in Aachen startete. Die
beiden entschieden sich zur Schonung ihrer Pferde gegen ein Stechen
und teilten sich den 1. Platz und das Preisgeld in dieser Prüfung.
Platz 3 ging an Nico Hörmann mit Yankee Bambino – der Score: 217
Punkte.
Gleich drei
Reiter teilten sich den vierten Platz – alle drei waren WM-Teilnehmer:
Joao Felipe Lacerda mit Little Man O’lena (der Brasilianer war
mit diesem Pferd unter den Top 20 im Einzelfinale auf der WM in
Aachen), Demetrius Kotrozinis (BRA) mit Dun Its Kicking Ace und
Jürgen Pouls (NED) mit HC Im Especial.
NRHA
Bronze Trophy Reining Non Pro
Cira
Baeck gewinnt den Vorlauf
30
Pferd-Reiter-Kombinationen gingen in den Vorlauf der NRHA Bronze
Trophy Non Pro. Die zehn Besten schafften es ins Finale, das interessanterweise
von weiblichen Startern dominiert wurde. Mit einer 215,5 führte
Cira Baeck mit Don Quixote Escapes das Ergebnis aus dem Vorlauf
an. Die Belgierin, die letztes Wochenende mit der belgischen Mannschaft
auf den Weltreiterspielen in Aachen startete, konnte mit dem 6-jährigen
Hengst, der Ciras Schwester Susy gehört, besonders bei den Spins
und beim letzten Stop Pluspunkte sammeln.
Zweitbeste
Reiterin des Vorlaufs wurde die Österreicherin Tina Künstner-Mantl
mit ihrem 6-jährigen Hesa Sure Whiz. Die beiden waren Mitglied
der österreichischen WM-Mannschaft. Der Topsail Whiz-Sohn hatte
einen fehlerfreien Durchgang und erhielt von den Richtern Pluspunkte
auf den Spins und dem letzten Stop. Die beiden verließen mit einer
214,5 die Bahn.
Gleich
zwei gute Ritte gelangen der britischen WM-Reiterin Francesca
Sternberg. Sie ritt den 8-jährigen Fuchshengst Yelena My Way mit
einer 212 auf Platz 3 des Vorlaufs und ihr WM-Pferd Just Gotta
Shine mit einer 211,5 auf Platz 4. Der 8-jährige Palominohengst
ist ein Sohn von Carol Rose´s berühmtem Shining Spark. Mit ihm
wurde Francesca Sternberg in Aachen Elfte im Einzelfinale. Ebenfalls
im Finale kam Francescas Schwester Roseanne mit Stylish Chexinic,
einem 5-jährigen Quarter Horse Hengst.
Beste
Deutsche nach dem Vorlauf war Olga Hofmann mit ihrer 6-jährigen
Quarter Horse Stute Keen Little Katie sowie Charlotte Oedekoven
mit ihrer 12-jährigen Haflingerstute Oh Canada. Die beiden brachten
es mit 211 Punkten auf Platz 5 im Vorlauf.
Ebenfalls
für Deutschland ins Finale kam Sabine Brasche mit Larues Imperialil
- mit einer 210. Die Beiden lagen im Vorlauf auf Platz 8 – zusammen
mit Andrea Castrucci mit dem 4-jährigen Okie Dun Badger. Der Italiener
und sein Landsmann Maurizio Ferrarol mit dem 5-jährigen Wallach
Hes A Frozen Breeze (Platz 7 des Vorlaufs) sind die beiden einzigen
männlichen Teilnehmer des Finales.
Österreicherin
holt sich die Bronze Trophy Non Pro
Finale:
Souverän gewann schließlich die Österreicherin Tina Künstner-Mantl
mit Heza Sure Whiz das Finale um die mit 5.000 Euro added dotierte
Non Pro Bronze Trophy (Score 219,5). Insgesamt wurden knapp 6.700
Euro ausgeschüttet.
Zweite
wurde mit einer 216,5 die Belgierin Cira Baeck mit Don Quixote
Escapes. Die beiden tauschten damit die ‚Rollen’ aus dem Vorlauf,
den Cira Baeck dominiert hatte. Die Belgierin, die mit der belgischen
Mannschaft auf den Weltreiterspielen in Aachen startete, steht
mit dem 6-jährigen Hengst im Besitz ihrer Schwester Susy derzeit
auf Platz 3 der NRHA Weltrangliste.
Die
österreichische WM-Reiterin Tina Künstner-Mantl konnte mit ihrem
Topsail Whiz-Sohn im Finale noch einmal deutlich zulegen und zeigte
einen sehr guten Ritt mit schönen Spins und Stops.
Auf
Platz 3 landete die Britin Francesca Sternberg gleich mit zwei
Pferden mit Score 212: mit dem 8-jährigen Fuchshengst Yelena My
Way und ihrem zuverlässigen WM-Pferd Just Gotta Shine. Mit diesem
8-jährigen Palominohengst, einem Sohn von Carol Rose´s berühmten
Shining Spark, wurde Francesca Sternberg in Aachen Elfte im Einzelfinale.
Beste
Deutsche war Olga Hofmann mit ihrer 6-jährigen Quarter Horse Stute
Keen Little Katie. Die beiden wiederholten ihre Leistung aus dem
Vorlauf und kamen mit einer 211 aus der Bahn, was Platz 5 bedeutete.
Mit
Francesca Sternbergs Schwester Roseanne hatte Großbritannien einen
weiteren Kandidaten im Rennen des Non Pro Finals. Mit dem 5-jährigen
Hengst Stylish Chexinic wurde Roseanne, die Mitglied der britischen
WM-Mannschaft war, mit einem Score von 210,5 Sechste, gefolgt
von Charlotte Oedekoven mit ihrer 12-jährigen Haflingerstute Oh
Canada, Sabine Brasche mit Larues Imperialil und Maurizio Ferrarol
mit dem 5-jährigen Wallach Hes A Frozen Breeze.
NRHA
Maturity (Senior Reining) Open
Sylvia
Rzepka und Golden Mc Jac bestätigen Aachener WM-Leistung
Vor kurzem
waren die beiden noch auf den Weltreiterspielen in Aachen, wo
sie unter die Top Ten der Reining-Weltspitze ritten, und jetzt
dominierten sie den Vorlauf um die NRHA Maturity in Augsburg:
die Rede ist von Sylvia Rzepka und ihrem WM-Pferd Golden Mc Jac.
Die beiden lieferten einen wunderschönen Ritt in gewohnt harmonischer
Weise, wobei sie in fast jedem Manöver plussen konnten. Das Resultat:
220,5 Punkte und damit die Führung nach dem Vorlauf. Golden Mc
Jac ist ein 7-jähriger Quarter Horse Hengst von Jac O Rima, der
in Österreich gezüchtet und im Besitz des Österreichers Peter
Prokes ist.
Die gebürtige
Starnbergerin Sylvia Rzepka, die seit vier Jahren zusammen mit
ihrem Mann Vern Sapergia eine Trainingsanlage in Mitterndorf (südlich
von Wien) betreibt, avancierte schon in Aachen zum Publikumsliebling.
In Augsburg gelang ihr dies auch, und dies sicherlich noch mehr
seit ihrem Lob für diese Stadt in der heutigen Pressekonferenz:.
„Es war ein unglaubliches Gefühl, in Aachen zu reiten,“ sagte
sie zu den Journalisten. „Es gibt nur ein einziges Turnier, das
dem nahe kommt, und das ist die Americana in Augsburg.“
Auf einen
verdienten zweiten Platz im Vorlauf kam Jürgen Pouls (NED) mit
Tabasco Tari, einem 12-jährigen Quarter Horse-Hengst im Besitz
von Eduard Patist. Die beiden beeindruckten gleich am Anfang durch
ihre Spins und brachten es auf eine 218. Dritter im Go wurde der
amtierende Deutsche Meister Nico Hörmann mit Uwe Gerbigs Yankee
Bambino. Mit diesem 7-jährigen Hengst hat Nico u.a. in diesem
Jahr den CRI in Leipzig gewonnen. Zudem brachte der Schwaneweder,
der zum WM-Team von Aachen gehörte und unter den Top Ten (Platz
9) des Einzelfinales war, ein weiteres Pferd ins Maturity Finale:
Peppys Whiskey Sprat .
Auch WM-Reiter
Grischa Ludwig hat zwei Pferde im Finale: Olenas Diablo Star,
mit dem er im Vorlauf auf den vierten Platz kam, und sein WM-Pferd
Coeur D Wright Stuff.
Reining-Bundestrainer
Kay Wienrich im Finale dabei
Insgesamt
50 Pferd-Reiter-Kombinationen gingen in der Maturity an den Start.
Die 14 besten kamen ins Finale. Unter den Maturity-Finalisten
waren letztlich insgesamt vier WM-Teilnehmer: Neben Golden Mc
Jac und Coeur D Wright Stuff (der in Aachen ja leider nicht zum
Einsatz kam) nämlich Shiners Vintage unter Michael Saupe (im Vorlauf
Platz 5) und Skeets Dun unter Dario Carmignani (derzeit Platz
11).
Weitere
Finalisten wurden Many Golden Smarties unter Jürgen Pieper, CH
Spotted Sparkle unter Martin Steck, Vals Hangten Harry unter dem
deutschen Reining-Bundestrainer Kay Wienrich, Puro Ragtime unter
Verena Klein, Stylish Chexinic unter Sean Pulley und Jacs Little
Sunrise unter Doug Allen.
Was für ein
Americana-Finale für Sylvia Rzepka
Was
für ein Ritt! In der letzten Prüfung der Americana, der Reining
Maturity, bekamen die Zuschauer noch mal Reining vom Feinsten
zu sehen! Sylvia Rzepka und Golden Mc Jac, die bereits mit einer
220,5 den Vorlauf gewonnen hatten, legten im Finale noch mal eins
drauf. Die beiden zeigten einen technisch perfekten, harmonischen
Ritt, der in drei wunderschönen Stops mündete. Die Richter belohnten
diesen ‚Vorzeige-Ritt’ mit 222 Punkten. Damit ritt Sylvia Rzepka
diesen Hengst, der im Besitz von Peter Prokes (AUT) ist, innerhalb
von zehn Tagen sechs Mal über 219 Punkte! Auf der WM in Aachen
war sie mit 219 bzw. 219,5 beste Deutsche der Mannschafts- und
Einzelwertung (Platz 8). Auf der Americana ritt sie Golden Mc
Jac mit einer 221 ins NRHA Bronze Trophy Finale, wo sie wiederum
als beste Deutsche Platz 5 belegte. Dann der Vorlauf zur Maturity
und dieses großartige Endergebnis! Bei sechs Mal Showen wurde
der in Österreich gezogene Hengst, den Sylvia und ihr Mann Vern
Sapergia seit seinem zweiten Lebensjahr im Training haben, jedes
Mal besser und hatte in der letzten Prüfung den gleichen selbstbewussten
und zufriedenen Ausdruck wie am Anfang.
Auf
dem zweiten Platz folgte Grischa Ludwig mit seinem Kaderpferd
Coeur D Wright Stuff. 219 Punkte waren das Ergebnis für Grischas
Ritt mit dem Hengst der im Besitz der Familie de Bruin ist. Grischa
Ludwig ritt darüber hinaus sein zweites Pferd Olenas Diabolo Star
auf Platz 4.
Dritter
wurde mit einer 218,5 Doug Allen (GBR) mit Francesca Sternbergs
Jacs Little Sunrise. Auf Platz 4 folgte punktgleich mit Grischa
Ludwig und Olenas Diabolo Star) Nico Hörmann mit Uwe Gerbigs Yankee
Bambino.
Sean
Pulley (GBR) und Stylish Chexinic wurden Sechster, gefolgt von
Verena Klein mit Puro Ragtime und Martin Steck mit CH Spotted
Sparkle. Die restlichen Finalisten hatten leider Null bis auf
Tabasco Tari / Jürgen Pouls, Skeets Dun / Dario Carmignani und
Many Golden Smarties / Jürgen Pieper, die nicht mehr im Finale
antraten..
NRHA Reining
Maturity (Senior Reining) Non Pro 5 years and older
Jan Tobias
Kock gewinnt mit Boogies Pistol
Mit
einem sauberen Ritt und einem Score von 210 Punkten slidete Jan
Tobias Kock (GER) auf dem 10-jährigen Quarter Horse-Hengst Boogies
Pistol auf den ersten Platz in der Senior Reining der Non Pros
– die Schärpe für den Europameistertitel für ihn.
Die
Silbermedaille ging in die Niederlande an Fenna Elzinga auf Holidoc
Hickups. Die beiden scorten eine 208,5. Dicht auf den Fersen mit
207,5 Zählern war dem Paar Marc Andries (BEL) auf dem Paint Horse
Diamond Lynnea.
Auf
den folgenden Rängen lagen die Scores sehr dicht beieinander,
die Platzierungen wurden denkbar knapp vergeben. Den vierten Platz
sicherten sich Isabel Thöne und PLR Genuine Slider (Score: 205),
gefolgt von Sabine Stegmair mit Spat Of Britton (204,5) und Stefanie
Schuck mit MS Continental Love (204) – übrigens die einzige Jugendliche
im Starterfeld.
Ute
Wilhelm und Soonernic ritten mit 203 Zählern auf den siebten Platz.
Hinter ihr reihte sich Sylvia Maile auf The Knick Nic mit einem
Score von 201,5 ein. Ein Punkt weniger bedeutete für Gerhard Frater
mit Gab Genuine Jewel den neunten Platz.
Auf
die weiteren Plätze kamen: Peter Wiedenmann und Mac Gun Leobar
(200), Olf Bockstaller mit Chexs N Five (198,5) und Julia Keck
auf Atlantic Flick (188).
NRHA
Reining Futurity Open, 3 year old
Der
Go geht an This Chics Peppy unter Rieky Young
Der
Quarter-Wallach This Chics Peppy unter der Holländerin Rieky Young
dominierte mit einem Score von 213,5 den Vorlauf der NRHA Reining
Futurity Open für die Dreijährigen. Die Pluspunkte gab es für
die drei Stops am Ende der Pattern 8.
Dieses
Duo blieb einen Punkt vor der Stute Select A Star unter dem Belgier
Bernard Fonck (212,5). Fonck steuerte auch das drittbeste Pferd
im Go: Mit der Stute ND Miss Sailor Jac kam der Belgier auf 211,5
Punkte.
Rudi
Kronsteiner aus Österreich steuerte Whizashiningwalla BB auf den
vierten Rang (211) und qualifizierte sich damit vor dem Italiener
Luis Kompatscher auf Light Sparkle (210). Ins Finale schafften
es auch Martin Steck auf Ses Chic Olena (208), Piet Mestdagh auf
ND Gump Peppy Smart (206,5), Christoph Seiler auf Ima Docs Tipster
(204,5) sowie erneut Martin Steck, jetzt mit Roosters Hombre (200,5).
Bernard
Fonck souverän auf Platz 1 und 2
Zwei Pferde
hatte der Belgier Bernard Fonck im Reining Futurity-Finale 3-years
Open – und beide ritt er im Endlauf mit wunderschönen Leistungen
auf Platz 1 und 2. Futurity Champion wurde der WM-Reiter und Weltranglistenzweite
mit ND Miss Sailo Jac, einer Stute im Besitz von Nathalie Derua.
Der Score: 218,5. Gleichzeitig sicherte er sich mit Select A Star,
der Stute, mit der er Zweiter im Vorlauf war, den Reserve Champion-Titel
mit 217,5 Punkten.
Dritter wurde
der Italiener Luis Kompatscher auf Light Sparkle mit einer 214,5.
Vorlaufssiegerin Rieky Young mit This Chics Peppy konnte sich
zwar im Finale noch um einen halben Punkt steigern, doch die 214
reichte nur für den vierten Platz.
Fünfter wurde
Christoph Seiler auf Ima Docs Tipster (211,5) vor Rudi Kronsteiner
aus Österreich mit Whizashiningwalla BB (208,5), Piet Mestdagh
auf ND Gump Peppy Smart und Martin Steck auf Ses Chic Olena.
NRHA
Reining Derby Open, 4 year old
Vorlauf:
Bo Kasbergen steuert Dream On Chics zu 219 Punkten
26
Teilnehmer traten zur NRHA Futurity Open 4year an. Durch einen
Tie kamen letztlich 15 Starter ins Finale. Die Scores waren sehr
beachtlich. Und so mussten es schon 219 Punkte sein, um sich den
Sieg im Vorlauf zu sichern. Das schaffte der bisher zumindest
in Deutschland eher unbekannte Niederländer Bo Kasbergen, der
den Quarter-Hengst Dream On Chics vorstellte. Bei seinem 73er
Ritt holte er konsequent Pluspunkte in den einzelnen Manövern,
nur der letzte Stop war minus ein halb. Dafür wurde der erste
Stop mit bis zu plus 1 bewertet.
Nur
einen halben Punkt zurück qualifizierte sich Rudi Kronsteiner
auf Chic N Roost mit 218,5 Punkten als Zweiter. Der Unterschied
zum Ersten waren die mit 0 bewerteten Zirkel. Als Dritter kam
Marco Pettinari auf Little Sparkle Olena weiter – ebenfalls nur
einen halben Punkt zurück (218). Gleich drei Reiter-Pferd-Kombinationen
schafften 216,5 Punkte: Kay Wienrich mit seinem eigenen Pferd
Boomerang Andaure, der Kanadier Vern Sapergia auf Peannuts Kid
sowie Grischa Ludwig auf Bon Acres Outlaw. Den siebten Rang eroberte
im Vorlauf die Belgierin Ann Poels auf Little Steppin Lena (215,5).
Auf
den achten Rang kamen gleichauf Rogerio Barral auf Bechta Boots
Whiz und Emanuel Ernst auf Chickle Me Please (beide 215). Einen
Punkt zurück kam Bernard Fonck mit FB Junior ins Finale (214)
und platzierte sich damit vor Ricky Bordignon auf Arc Doc Red
Oak (213). Mit 212,5 ist Luis Kompatscher auf Pride Tacaun Tac
weiter. Das zweite Finalpferd von Grischa Ludwig heißt Nic Of
Tradition (212) und mit jeweils 211,5 sind ebenfalls mit seinem
zweiten Pferd Bernard Fonck (Whiz N Merida) sowie Markus Schöpfer
mit Peptos Lil Bingo im Finale dabei.
Vern Sapergia
und Peanuts Kid gewinnen das NRHA Reining Derby Open
Von
ursprünglich 26 Startern hatten sich 15 fürs Finale qualifiziert,
wofür mindestens 211,5 Punkte erreicht werden mussten. Es wurde
ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem ersten und zweiten
Platz. Rudi Kronsteiner (AUT) legte als sechster Starter die Messlatte
an. Mit Chic N Roost, einem 4-jährigen Hengst im Besitz der Französin
Priscilla Jacquard, ging der Österreicher auf volles Risiko und
beendete den Ritt mit einem +1-Spin und damit insgesamt 220,5
Punkten. Damit schien lange Zeit der Sieg fest zu stehen – bis
Vern Sapergia als drittletzter Reiter die Bahn betrat.
Mit
Peanuts Kid zeigte er vor dicht gedrängten, tobenden Zuschauertribünen
Reining vom Feinsten: ein schneller, technisch ganz feiner und
harmonischer Ritt mit einem offensichtlich zufriedenen Pferd.
Der kanadische Trainer ritt den 4-jährigen Wallach der Österreicherin
Claudia Klusarits auf den Top Score 221, wobei er Peanuts Kid
in jedem Manöver in den Plusbereich brachte.
So
wurde Rudi Kronsteiner Reserve Champion. Platz 3 ging mit drei
Punkten Abstand an den Belgier Bernard Fonck mit der einzigen
Stute des Feldes, Whiz N Merida. Der derzeitige NRHA-Weltranglistenzweite
und WM-Starter brachte Piet Mestdaghs Stute auf eine 217,5. Bernard
Fonck brachte zudem sein zweites Pferd FB Junior mit einer 214
auf Platz 7.
Vorlaufssieger
Bo Kasbergen (NED) und Dream on Chics musste sich mit einer 217
knapp hinter Bernard Fonck mit Platz 4 zufrieden geben.
Bester
Deutscher war Grischa Ludwig. Der zweifache Deutsche Meister brachte
zwei Pferde ins Finale. Mit dem Bobs Acre Doc-Sohn Bob Acres Outlaw,
einem Hengst im Besitz von B&B Partnership, NED, errang er
eine hervorragende 216,5, was Platz 6 bedeutete. Zudem ritt Grischa
Ludwig Nic of Tradition , einen Hengst im Besitz von Martina Krajcaroa
(CZE), auf Platz 12. Bundestrainer Kay Wienrich kam mit Boomerang
Andaure auf Platz 9.
NRHA
Reining Derby Non-Pro, 4 year old
Klarer
Erfolg für Andrea Castrucci
Stolze
216 Punkte bedeuteten den Sieg für Andrea Castrucci im NRHA Derby
Non Pro. Er brachte den vierjährigen Okie Dun Badger auf einen
Score von 216. Das war ein klarer Erfolg mit 2,5 Punkten Vorsprung
vor den punktgleichen Ewald Rifeser auf GL Wonder Spirit und Babs
Coppens auf Holly Smart Chic (beide 213,5). Einen Zähler zurück
wurde Björn Bürig auf Spotted On Top Vierter (212,5). Der fünfte
Rang ging Janina Toelle auf Sultan San Badger (206) vor Sven Bürig
auf A Hollywood All Star (203). Drei weitere Reiter mussten leider
einen 0-Score hinnehmen: Francesca Sternberg auf Lenas Diamond
Rio, Christian Mattioli auf Spat Of Roses und Uwe Gerbig auf RS
Bon Ton Jac.
NRHA Freestyle
Reining Open
Sieg
für das schwarze Phantom
Kurz
vor Beginn der NRHA Freestyle Reining Open wurde die Showarena
noch einmal zum Abreiten freigegeben. So konnten die Zuschauer
schon einen ersten Vorgeschmack auf die phantasievollen Kostüme
der Teilnehmer bekommen – ein buntes Bild!
Sieben
Starter verzeichnete die Freestyle Reining Open. Szenenapplaus
und Anfeuerungsrufe der Zuschauer trieben Reiter und Pferde an.
Zwei Teilnehmer stachen mit einer besonders gelungenen Vorstellung
heraus: Uschka Wolf (GER) erzählte mit ihrer Quarter Horse-Stute
Jacs Smokey Maid eine Geschichte aus dem Morgenland und brachte
das Publikum zu Begeisterungsstürmen: in der Sandwüste des Orients
klaut ein Beduine dem schlafenden Besitzer das Pferd. Ohne Zaumzeug,
nur mit Halsring!, rauschte die Reiterin durch die Nacht. Eine
sehr harmonische und trotzdem rasante Vorstellung in aufwendigen
Kostümen, die den Besuchern eine Gänsehaut über den Rücken laufen
ließ. Besonders beeindruckend, dass alle Manöver trotz dieses
hohen Schwierigkeitsgrads von den Richtern im +0,5-Bereich bewertet
wurden.
Ebenfalls
einen mitreißenden Ritt lieferte Ricky Bordignon (ITA) auf seinem
Quarter Horse-Hengst The Little Fighter. Zu Musik von Christina
Aguileira zeigte er sich als Phantom im schwarzen Frack, Hut und
mit Augenklappe, sein Palomino glänzte gold-metallic im Scheinwerferlicht.
Auch hier war der Schwierigkeitsgrad hoch: Ohne Sattel präsentierte
er einen Ritt mit viel Tempo, der die Zuschauer mitriss. Stops,
Rollbacks und Spins – kein Problem auf dem blanken Pferderücken.
Die Spins waren rasend schnell und dennoch sauber - sie wurden
von den Richtern mit Scores bis zu +1,5 bewertet!
Wer
von den beiden würde aber gewinnen? Am Applaus der Zuschauer war
das Ergebnis nicht abzulesen, gab es doch für beide Ritte wahre
Begeisterungsstürme. Mit einem Gesamtscore von 225,5 gewann schließlich
Ricky Bordignon, Uschka Wolf kam auf den zweiten Platz mit 221
Zählern. Dritte wurde Sita Stepper (GER) auf dem Quarter Pony
Blues Starlight mit einem Score von 211,5. Mit Schnorchel, Strohhut
und Schwimmflossen ritten sie und ihr Pferd in den Badeurlaub.
Auf
den weiteren Plätzen folgten Franziska Lipp (GER) mit Elite Solano
als Braut und Bräutigam, den fünften Platz belegte ein vermummter
Motorradfahrer alias Andrea Schmidt (GER) und Bondet Strike. Auf
die Plätze 6 und 7 kamen Sabine Thamm (AUT) mit Jacs Lil Jessy,
die die Fussballweltmeisterschafts-Stimmung noch einmal aufleben
ließ, und Klaus Rossmark (GER) mit Justa Lena Buck als Lucky Luke.
NRHA Freestyle
Reining Non Pro
Sieg
für das Geburtstagskind „Minnie Mouse“
Von
Elvis über Barbie bis hin zu Mozart – mit vielgestaltigen Kostümen
präsentierte sich die Freestyle Reining der Non Pros, in der neben
zwei Amateuren auch vier Jugendliche starteten.
Minnie
Mouse alias Melina Hugelshofer (CH) gewann die Prüfung schließlich
mit Jacs Royal Paco. Im roten Disney- Kostüm und mit Schirmchen
lieferte sie einen sauberen Ritt und scorte eine 211,5. Und machte
sich damit zu ihrem 12. Geburtstag ein besonders schönes Geschenk.
Der 15-jährige Wallach Jacs Royal Paco startete bereits auf der
Americana 2004 in der Freestyle Reining Open unter Madeleine Häberlin
– unvergessen ihr Ritt als „knallrotes Gummiboot“.
Mit
204,5 Punkten belegte Stefanie Schuck (GER) mit MS Continental
Love den zweiten Platz. Sie zeigte sich als Vamp zu dem Song „Timewalk“
aus der Rocky Horror Picture Show. Zu den Klängen von „Walk like
an angel“ tanzte sich Elvis auf den dritten Platz, im Kostüm steckte
Simone Darga (GER), die ihr Pferd What A Fine Pine vorstellte.
Peter
Wiedenmann als Barbie geschah ein kleines Mißgeschick während
seines Rittes. Ein Raunen ging durch die Zuschauerränge, als sich
Pad und Blanket vom Reiter unbemerkt unter dem Sattel lösten.
Erst im Spin sah er, dass ihm die Pads unter dem Sattel wegrutschten.
Schließlich ging auch noch eine Hufglocke bei rasantem Tempo verloren.
Trotzdem brachte er seine Vorstellung als Barbie auch ohne Sattelunterlage
souverän zu Ende und belegte den vierten Platz.
Von
den Zuschauern bejubelt wurde das einzige Shetlandpony – Moritz
– im Starterfeld, das von Lorena Feuerstein (GER) vorgestellt
wurde. Passend zum Mozartjahr galoppierte sie zu dem Song „Amadeus“
von Falco als Wolfgang Amadeus durch die Arena. Auf den rasanten
Galoppzirkeln ließ Mozart die kurzen Ponybeine durch die Luft
wirbeln. Das Paar belegte mit ihrer Vorstellung den fünften Rang.
Beim
Ritt des Sechstplazierten, Heiko Saßenberg (GER) mit Smart Peppy
Peanut, zierte ein Toilettenhäuschen zusätzlich die Reitarena,
er selbst ritt im Kostüm eines Klempners.
ECHA
European Cutting Championship Open
39
Spitzencutter kämpften um Europameister-Titel
39
Starter gingen heute in den ersten Vorlauf um die European Cutting
Championship in der Open Kategorie. Insbesondere die Italiener
konnten hier hervorragend punkten: sechs der Top-Ten des Vorlaufs
stammen aus Italien.
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