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AMERICANA: Americana legt die Messlatte wieder noch ein Stück höher

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Promotion

146.073,72 Euro Preisgeld / Martin Larcombe wiederholt seinen Erfolg in der Bronze Trophy / Internationale Messe mit 240 Ausstellern

Die Americana 2006 hat einmal mehr bewiesen, dass sie die Messlatte der europäischen Westernreitveranstaltungen ist. 42.000 Besucher verfolgten an fünf Tagen das "Mekka des Westernreitens" im Messezentrum Augsburg. Die knapp 400 Teilnehmer aus 15 Nationen zeigten bei der 13. Auflage der Americana den aktuellen Stand des Sports auf diesem Kontinent und darüber hinaus - und der ist verdammt hoch. Neben dem sportlichen Angebot mit 28 Wettbewerben erfreuten sich die Gäste an der internationalen Messe mit 240 Ausstellern, dem Western-Forum mit den Stars der Szene und natürlich auch an der tollen Unterhaltung von den Abendshows über den Red Grizzly Saloon bis hin zur Country Musik.


Promotion

350 Reiter aus 15 Nationen zeigten bei der Americana das ganze Potenzial von Eleganz und Rasanz des Westernreitsports in Europa und darüber hinaus. Erstmals bei der Americana dabei waren auch Reiter aus Brasilien. In 28 Wettbewerben – davon 14 Europameisterschafts-Entscheidungen – wurde um insgesamt 146.073,72 Euro Preisgeld gekämpft. Die Ritte wurden von den Richtern Allan Mitchels, Robert Fanning und Bobby Harrison (alle USA) sowie Janette Steffl aus Italien bewertet.

 

Martin Larcombe wiederholt seinen Sieg in der Bronze Trophy Open

 

Den größten Einzelposten des Gewinngeldes strich sich der Australier Martin Larcombe ein. Der Australier gewann wie bereits bei der Americana 2004 die Bronze Trophy Open Reining. Der Trainer von Corinna und Michael Schumacher erhielt für seine Vorstellung auf dem siebenjährigen Quarter Horse-Hengst Red Chic Peppy knapp 9.200 Euro. Gesamt kamen allein in dieser Prüfung fast 40.000 Euro zur Ausschüttung. Mit seinem Sieg in Augsburg baute Larcombe zugleich seine Führung in der aktuellen Weltrangliste des Reining-Sport aus. Auch bei den beiden anderen wichtigsten Entscheidungen wiederholten die siegreichen Reiter der Americana 2004 ihren Erfolg: Das Cutting gewann der Italiener Gianluca Munarini auf Starlight Elan und die Vielseitigkeitsprüfung für ein „Rinderpferd“, die Reined Cow Horse Futurity, entschied der Turiner Markus Schöpfer auf BBR Perfect Timin für sich. Markus Schöpfer war in diesem Jahr auch das Plakatmotiv der Americana 2006. Ingesamt waren über 400 Rinder im Einsatz.

 

Die sportliche Leitung zeigte sich am Ende der Veranstaltung hochzufrieden. Horst Geier und Joachim Bochmann: „Die Americana war erneut Top und ist unangefochten die Meßlatte Europas für Westernreitveranstaltungen. Die Begeisterung des Publikums zeigte, dass zudem unser Konzept unverändert sehr gut ankommt. Die Zuschauer wissen unser umfangreiches Programm zu schätzen.“ Ein Konzept, das neben Bewährtem dennoch ständig mit Neuerungen aufwartet. In diesem Jahr stieß etwa die erstmals ausgetragene Hengstsprungversteigerung von 20 der besten Vererber auf ein riesiges Interesse: Auktionator Johannes Orgeldinger hatte keine Mühe, alle 20 Hengstsprünge meistbietend unter den Hammer zu bringen. Horst Geier und Joachim Bochmann schauten auch bereits voraus: „Natürlich haben wir jetzt schon wieder neue Ideen für 2008. Vor allem aber gebührt unser Dank auch den 70 Americana-Helfern. Dieses Team aus ganz Deutschland, seit vielen Jahren im Kern unverändert, macht den Unterschied zu allen anderen vergleichbaren Veranstaltungen aus.“ Horst Geier dankte zudem dem Ausrüster Old Sorrel: „Dank der speziellen Americana-Jacken von Old Sorrel haben sich die Helfer nicht nur sehr wohl gefühlt, sondern auch nach außen ein sehr schönes einheitliches Bild vermittelt.“

 

Journalisten aus aller Welt und erstmals live im Internet

 

Die Americana stieß erneut auf ein sehr großes Medieninteresse. Fast 120 Journalisten, darunter auch die Fachpresse etwa aus den USA, Italien und Ungarn, kamen nach Augsburg, um über die Americana zu berichten. Unter anderem waren Tonya Garrison vom American Quarter Horse Journal, Giancarlo Doardo vom Reiner Italien und Gerda Langer von der Western News Österreich vor Ort. Auch im Internet war das Echo enorm: Erstmals wurden die Wettbewerbe der Americana vom auch live übertragen. Dies nutzten viele Daheimgebliebene: Die Live-Übertragung verzeichnete rund 35.000 Clicks. Die Zahl der Zugriffe auf die Americana-Homepage (www.americana.de) ließ beinahe den Server zusammenbrechen. Hier fanden sich stets aktuell alle Informationen. Insgesamt 21 Berichte erschienen zeitnah und informierten über das Geschehen in Augsburg. Aber auch alle anderen Internetauftritte der Szene waren eng dabei wie z.B. www.wittelsbuerger.de, die auch mit Live-Scorings dabei waren.

 

Kim Sloane, Leornardo Arcese und APHA-Präsident zu Gast

 

Auch jede Menge Fachprominenz war vor Ort: Neben den Vertretern sämtlicher deutschen Verbände etwa die Präsidenten und Vizepräsidenten der großen internationalen Verbände vor Ort, darunter NRHA Vize-Präsident Kim Sloane, ERCHA-Präsident Leonardo Arcese und APHA Präsident Carl Parker und Executive Director Lex Smirthwaite.

 

Minister Miller: Americana so bedeutend wie die WM

Ebenfalls begeistert zeigten sich die politischen Vertreter. Die Americana wurde besucht von Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller, Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert und Isabella Cascarano, Konsulin und Leiterin der Handelsabteilung im Generalkonsulat der Vereinigten Staaten von Amerika in München. „Die Weltmeisterschaft in Aachen als Aufwärmveranstaltung für die Americana zu bezeichnen, ist vielleicht etwas gewagt. Aber die Americana steht der Bedeutung und der Klasse der WM mit Sicherheit kaum nach“, lobte Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller.

 

„Natürlich ist die USA die Wiege des Westernreitens. Aber umso schöner ist es, hier in Bayern die wichtigste Veranstaltung Europas für diese Sportart zu haben“, erklärte der Minister. Er dankte den AFAG-Geschäftsführern Heiko und Hermann Könicke sowie dem Sportlichen Leiter der Americana, Horst Geier: „Es war ein Gewinn, dass sie die Americana nach Augsburg geholt haben. Ich stelle fest: Westernreiten ist ein hochkarätiger Sport. Die Americana ist ein Erfolg für den Sport und für die Region. Die übrigens nicht zuletzt von der Americana durch über 30.000 Übernachtungen der Gäste profitiert.“

 

Westernflair am Lech

 

So sah es auch Augsburgs Oberbürgermeister Dr. Paul Wengert: „Hier haben zwei erfolgreiche `A`s zusammengefunden: Augsburg und Americana. Die Americana hat ein publikumswirksames Konzept und bringt das Westernflair an den Lech.“ Das Stadtoberhaupt hatte aber auch die Pferde im Auge: „Wir alle dürfen nie vergessen: Im Mittelpunkt stehen die Pferde. Ein Pferd ist kein Sportgerät wie ein Golfschläger, sondern hat Gefühle.“ Insgesamt bilanzierte er: „Die Americana ist die bedeutendste Westernreitveranstaltung auf dem alten Kontinent: Sie ist ein entscheidender Motor für den Reitsport, aber auch für die Bekanntheit von Augsburg.“

 

Genau so sah es auch die USA-Konsulin Isabella Cascarano: „Die Americana hat sich unter dem unermüdlichen Einsatz der AFAG und von Horst Geier zum entscheidenden Antrieb der Szene entwickelt – und ist zudem ein guter Platz für viele Geschäfte.“

 

Messechef Heiko Könicke: Begeistert von der familiären Atmosphäre

 

AFAG-Gastgeber Heiko Könicke sprach ebenfalls nur in besten Tönen über die Americana: „Sie ist das Mekka für die Freunde des Westernreitsport, der Erfolg der Americana ist in der Szene legendär. Die Besucher sind beeindruckt von der faszinierenden Gesamtinszenierung. Und mich selbst beeindruckt zudem immer die gelebte familiäre Atmosphäre. Auch das alles zählt über den wirtschaftlichen Erfolg hinaus.“

 

Berühmt ist auch die internationale Messe bei der Americana. Auch in diesem Jahr luden 240 Aussteller zum Informieren, Vergleichen und Einkaufen ein. Letzteres geschah so reichlich, dass die große Mehrheit der Firmen eine sehr positive Bilanz zog. Kein Wunder bei den unzähligen gut gefüllten Tüten und Taschen, die aus den ebenso gut gefüllten Messehallen getragen wurden. Übertroffen wurde dies Zahl möglicherweise noch von der Anzahl der Bierchen,  die im „Red Grizzly Saloon“ getrunken wurden.

 

Aussteller: Americana im Vergleich zu anderen Reitmessen Umsatzsieger

 

Während andere renommierte Reitsportveranstaltungen mit Besucher- und damit verbunden Umsatzrückgängen für die Aussteller zu kämpfen haben, konnte die Americana auch 2006 wieder punkten. Vor allem von den neuen Ausstellern gab es viel Lob, einen derartigen Besucheransturm hatten sie bislang noch nicht erlebt. Bedeutende Unternehmen wie Gomeier, Rieser oder Kenner sprechen schon jetzt von größeren Ständen bei der kommenden Americana 08. Allgemein wird ein gestiegenes Niveau des Angebots attestiert, die optisch ansprechende Präsentation wird deutlich wichtiger. Zahlreiche Aussteller sprechen von spürbar mehr Neukunden als in früheren Jahren. Und nahezu unisono ist zu hören: „Die Americana ist die letzte Messe, auf die wir verzichten würden.“

Stadtsparkasse muss Geldautomaten ständig nachfüllen

Dass hier sehr viel Geld die Besitzer wechselt, kann auch die Stadtsparkasse Augsburg bestätigen, die mehrmals auch am Wochenende in die Messe kam, um die leeren Geldautomaten wieder zu füllen. Und dass, obwohl der bargeldlose Zahlungsverkehr auch auf Messen zunehmend Einzug hält.

Prima Geschäfte gemacht

Auch die repräsentative Befragung der Aussteller spiegelt diese durchwegs positive Stimmung wider. Sie erbrachte in den wesentlichen  Kriterien noch bessere Ergebnisse, als vor zwei Jahren: So bewertete über die Hälfte der Firmen, nämlich 54%  (2004: 39%) ihren geschäftlichen Erfolg als „sehr gut“ oder „gut“, 36% waren „zufrieden“. Immerhin 16% (2004: 11%) freuten sich über bessere Geschäfte als vor zwei Jahren. Auf die Frage nach der Wiederbeteiligung an der Americana 08 antworteten 71% mit „ja“, 29% konnten noch keine verbindliche Auskunft geben. Deshalb werden wohl die allermeisten Firmen wieder mit dabei sein, wenn vom 10. bis 14. September 2008 der wilde Westen nach Augsburg zurückkehrt.

Ganz Augsburg hatte keine Chicken Wing mehr

Wie immer bei großen, internationalen Messen profitiert auch die Region, vor allem die Hotellerie und Gastronomie: An die 30.000 Übernachtungen schreibt die Regio Augsburg Tourismus GmbH der AMERICANA zu. Grund zur Freude hatten wie immer auch Dienstleister wie Messebauer, Caterer oder Taxiunternehmen. Und – der  Lebensmittelgroßhandel:  In ganz Augsburg waren amerikanische Klassiker wie Chicken Wings oder Farmersalat ausverkauft. Im Red Grizzly Saloon waren während der AMERICANA tausende Portionen verdrückt worden.

Oldtimer-Sättel verkauft

Noch einen Blick auf die Messe und ein paar Hinweise, was dort neu war oder Außergewöhnliches passierte. Ein ganz besonderes Messeangebot hatte Christoph Rieser: er verkleinerte seine Sammlung an Oldtimer-Sätteln und verkaufte in Augsburg exklusiv 15 Exemplare! Die Originalstücke waren aus den Jahren 1900 bis 1960, unter Kennern heiß begehrt und kaum noch auf dem Markt zu finden – stammen sie doch zum Teil von namhaften Sattlermeistern.

Neu auch Christoph Riesers soeben erschienenes „Sattelhandbuch“. Dahinter verbirgt sich jedoch kein normaler Produktkatalog, sondern ein „interaktives“ Heft. „Handbuch zur Gestaltung Ihres persönlichen Sattels“ lautet der Untertitel, der dem Anspruch und Umfang des Buches gerecht wird. Mittels Gestaltungsvorlagen kann jeder Reiter die Phantasie spielen lassen und seinen individuellen Sattel in Gedanken entwerfen, inspiriert von den unzähligen, mit Bildern unterlegten Beispielen. Bis ins kleinste Detail kann dabei geplant werden: vom 3D-entwickelten Sattelbaum bis hin zum filigran bearbeiteten Concha aus der hauseigenen Silberschmiede. Gespickt mit Geschichten und Anekdoten über seinen eigenen Werdegang und die Sattlerei lädt das „Sattelhandbuch“ zum Schmökern ein.

 

Ein Glitzern überall

Frisch von den Weltreiterspielen in Aachen brachte der Pullmann Westernstore Amstetten (Halle 4) die Jackenkollektion mit, mit der die deutsche Reining-Nationalmannschaft ausgestattet worden war. Eine hochwertige Outdoor-Jacke, die allen funktionalen und optischen Ansprüchen genügt. Doch nicht nur die Reiter, sondern auch die Rösser wurden am Pullmann-Store mit besonderen Outfits bedacht.  Besonders „in“ versprechen die „Glitzer-Flitzer“ zu werden, tippte Sabine Schoierer vom Pullmann-Westernstore: Strass- und Svarowski-Steine zieren Kopfstücke, Halfter, Pads, sogar Sättel. Ebenso das Reiter-Equipment – das ist der Trend, der frisch aus den USA kommt. „So etwas Schillerndes hatten wir bisher noch nicht“.

Futter nach neuesten Erkenntnissen

Mit einem nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelten Futter machte die „Scharnebecker Mühle“ auf sich aufmerksam. Ein hochinnovatives Futter für Fohlen, Pferde mit Muskelerkrankungen und Hufrehe bietet der Futtermittellieferant an. Für Westernpferde besonders interessant ist die Serie „Muscle Protect“, ein Spezialfutter für stark bemuskelte Pferde und Pferde mit der Muskelkrankheit PSSM, von der Westernrassen besonders betroffen sind.

Ein besonderer Hingucker war auch der „Amerika-Sattel“, speziell vom Saddle Shop Trading zur Americana entworfen.

Drei Abendshows faszinieren

 

Die sportlichen Highlights der Americana wurden in drei Abendshows angeboten, „garniert“ mit teils spektakulären Showeinlagen. Die Namen der Galas waren Programm: „Run of the Stars – Reining at it’s best“ und „Cow Horse Festival“. 

 

Eine bunte Mischung aus Rasanz, Spannung, Spaß und Show bekamen die Zuschauer zu sehen.

Die Rodeo Girls von Pullmann City sorgten mit einem dynamischen Auftritt und fliegenden Fahnen für Stimmung im Publikum, genauso wie die Reiter der „Best of Freestyle Reining“, die ihre Siegesritte der Wettbewerbe von Mittwoch noch einmal exklusiv darboten.

 

Die „History Show“ zeigte einen stimmungsvollen, indianischen Fackeltanz zu traditioneller Musik in einer abgedunkelten Schwabenhalle. Mit einer akrobatischen Lassoshow sorgte Vince Bruce für Begeisterung. Auf dem Pferd SF Lets Go Partee, das die Besitzerin Michaela Rothwinkler für seinen Auftritt extra zur Verfügung gestellt hatte, führte der Rope-Weltmeister atemberaubende Tricks vor.

 

Ricky Bordignon seit 20 Jahren bei der Americana

 

Den spektakulärsten Auftritt lieferte der mehrfache Weltrekordler im Motorradweitsprung, Tony Rossberger. Mit seiner Maschine hatte er allerdings nicht nur eine Pferdestärke unter dem Sattel. Was würde er wohl auf der Americana zeigen? Mit einem gewaltigen Satz über eine Rampe sprang er aus dem Nichts in die Arena und zeigte weitere waghalsige Manöver, dass der Sand nur so zur Seite spritzte. Aber was wäre diese Nummer ohne einen vierbeinigen Part? Ricky Bordignon stellte sich der Herausforderung und ritt mit einem PS in die Arena. In einem Barrel Race maßen die beiden ihre Kräfte, das um zwei Sekunden zugunsten der Motocross-Maschine ausging. Ricky wurde nur knapp geschlagen, war aber trotzdem bei weitem kein Verlierer, wurde er doch geehrt für höchste Americana-Treue: Seit 20 Jahren, also von Beginn an, ist er als Teilnehmer auf der Americana dabei! In vielen Disziplinen war er schon erfolgreich, von Western Pleasure über Reining bis hin zum Barrel Race. Herzlich Willkommen auch in den nächsten Jahren!

 

Jacs On Top als „Americana Reining Horse 2006“ geehrt

 

Nicht nur Zweibeiner, sondern auch besonders herausragende Vierbeiner wurden im würdigen Rahmen der Abendshows und im Scheinwerferlicht geehrt. „Americana Reining Horse 2006“ – mit diesem Titel wurde eine große Sportlerkarriere ausgezeichnet. Viermal in Folge, von 1998 bis 2004, lief der Quarter Horse-Hengst Jacs On Top hier im Finale der Bronze Trophy Reining Open.. Mit großem Applaus verließ Jacs On Top die Arena.

 

Kelly Zweifel und Master Snapper ein purer Genuss

 

Ein weiteres Ausnahmepferd trat bei der Americana zum letzten Mal und dies ungeschlagen in der Showarena auf: Master Snapper, amtierender Derby Champion mit dem höchsten in dieser Prüfung je errittenen Score von 232 und einziges in Europa gezogenes und trainiertes Pferd, dass in den USA eine der prestigeträchtigsten Klassen gewinnen konnte, verabschiedete sich unter seiner Starreiterin Kelly Zweifel im Scheinwerferlicht von seinen Fans. Auf der großen Leinwand wurde sein Derby-Siegesritt noch einmal gezeigt, was zu Standing Ovations von einem begeisterten Publikum führte.

 

Viel Glanz in die Showarena brachten auch vierzehn der zwanzig Americana- Hengste, die sich in Halle 2 auf der Stallion Alley präsentierten. Johannes Orgeldinger war es, der jeden Hengst einzeln in die Arena bat und ausführlich vorstellte.

 

Milchschlacht mit Grischa Ludwig und Nico Hörmann

 

Einmal mehr ließen es sich Grischa Ludwig und Nico Hörmann  nicht nehmen, dem abendlichen Programm eine besondere Note zu geben. Dass die beiden für jeden Spass zu haben sind, bewiesen sie schon vor zwei Jahren – damals gaben sie eine unvergessene Voltigierkür zum Besten. Dieses Mal hieß es „Auf zum Melk-Race!“. Mit zwei Reitern von Pullmann City maßen sich Nico und Grischa im Milchtransport. Es endete mit viel Spaß in einer wahren „Milchschlacht“.

 

Johannes Orgeldinger brachte alle Sprünge von 20 Top-Vererbern unter den Hammer

 

 

Die Vererber mit bestem Reining-, Cutting-, Working Cowhorse- und Pleasure-Blut präsentierten sich vor der Auktion auf der so genannten „Stallion Alley“ in Halle 2. Mehrere hundert Zuschauer wollten sich dann die Versteigerung nicht entgehen lassen. Zur Auktion zeigten sich die Hengste noch einmal einzeln und höchstpersönlich im Ring des Americana-Forums. Auktionator Johannes Orgeldinger führte durch die Veranstaltung, stellte die einzelnen Hengste detailliert mit Abstammung und Erfolgen vor und kümmerte sich natürlich um die Gebote der Zuschauer. Einige Interessenten, die nicht persönlich bei der Versteigerung anwesend sein konnten, nutzten die Möglichkeit der Abgabe eines schriftlichen Gebots. Bei 400 Euro starteten die Auktionen, in 50er Schritten ging es aufwärts. Ein Teil der Einnahmen fließt übrigens direkt wieder an die Nachzucht zurück: Mit Erlösen aus der Auktion wird das Preisgeld der Americana Reining Futurity 2008 aufgestockt!

 

Die Hengste, deren Decksprünge versteigert wurden, hießen: As Smart As Charley, CH Spotted Sparkle, Elite Eldorado, Footworks Finest, Golden Mc Jac, Hes Wild, I Cee Diamonds, Im So Tari, Kaliz Golden Mastery, Lil Ruf Cody, Nics Peppy Train, Passionate Andy, Puro Chic, Reds Gonna Rein, Remidoc, Shiners Vintage, Shotgunner, Skip Special Leaguer, Smart Spookster und Smartest Chic Olena.

 

Attraktive Ehrenpreise wie Sättel, Bronze-Trophies, wertvolle Hüte und Buckles

 

Neben den 150.000 EURO Preisgeld winken den Siegern des  „World Open Championship Western Riding“ viele attraktive Ehrenpreise. So warteten alleine zehn Americana-typisch punzierte Sättel auf die Gewinner. In jeder Klasse gibt es zudem die wertvollen Silver-Buckles der amerikanischen Firma Gist Silversmith California. Und fünf große Bronze Trophies suchten einen neuen Besitzer samt Trophäenwand.

 

Als Sponsoren waren dabei: Arcese Quarter Horses, Tony Muzi Western Boots, Zoetex Sportswear, Stars & Stripes, Continental Saddlery Joachim & Drinsinger, Way out West, Day`s Cowboy Headquarter, Big S Westernstore, Pullman Westernstore Österreich, Kenner Store, El Vaquero Western Store, Trail Rider Saddle Shop, High Horse Saddle, AK Video, Jeys Saddlery Texas, Scharnebecker Mühle, Carhartt Netherlands, Jimmy Pierce, Bob Armijo, AFAG Messen und Ausstellungen GmbH, West Wood Ranch, La Riata Ranch, HorseEmotion, Hotel „Die Post“, Baade Pferdeportraits, Fair Mugs Coffee Shop und den Westernreitverbänden: ERCHA, VWB, ApHCG, DQHA, PHCG, NCHA und der EWU.

 

Fünf Bronze Trophies vergeben

 

Erstmals wurden bei der Americana fünf Bronze Trophies vergeben. Dazu „Mister Americana“ Horst Geier: „Erstmals waren alle NRHA-Wettbewerbe der Americana USA-approved – also auch etwa die beiden Freestyle-Prüfungen. Das ist bei den Reitern sehr gut angekommen.“ Joachim Bochmann von der sportlichen Leitung ergänzte: „Unser Wunsch ist es, die Reining-Futurities und -Derbies noch weiter auszubauen. Derzeit trauen sich einige der Amateure und Besitzer der jungen Pferde noch nicht auf unsere Großveranstaltung. Wir hätten aber gerne alle Besten – eben auch der Amateure – bei uns.“

 

Die Reined Cow Horse Futurity ist mittlerweile ein fester und wichtiger Bestandteil der Americana. Bochmann: „Die Reined Cow Horse Futurity wird immer stärker. Sie ist neben Reining und Cutting ein ideales drittes Standbein der Americana und passt phantastisch in unser Konzept, das natürlich auch die anderen Disziplinen nicht vergisst.“

 

Filipo Masi: „Die Americana ist ein ganz besonderes Event“

 

Wie etwa die Pleasure. Bochmann: „Nie zuvor wurden bei der Americana so schöne und gute Pleasure-Prüfungen wie in diesem Jahr geboten.“ Auch hinter den Kulissen passte alles. Bochmann: „Besonders die Teilnehmer haben gemerkt, das hier ein eingespieltes Team mit Herz ihre Aufgaben wahrnimmt. Und die zeitliche Trennung von Reining und Cutting hat zudem den Andrang bei der Meldestelle entzerrt.“ Sehr gut aufgenommen wurde von den Teilnehmern auch das erstmals angebotene Paid Warm Up und das zum dritten Mal angebotene Practice Pen für die Cutter. Wie wohl sich die Reiter in Augsburg fühlten, fasste der italienische Crack Filipo Masi zusammen: „Ich habe dieses Jahr kein wirklich starkes Pferd passend zur Americana zur Verfügung. gehabt. Aber ich würde selbst ohne Pferd zur Americana kommen. Die ist einfach ein ganz besonderes Event“.

 

Von den Besten lernen: Western Forum mit den Stars der Szene

 

Die Americana bot nicht nur Spitzensport vom Feinsten und knisternde Unterhaltung, sondern sorgt auch für die Vermittlung einer Unmenge an Tipps und Kniffs rund um den Westernreitsport. So lud einmal mehr das „Western Forum“ im eigenen Vorführungsring) an allen Veranstaltungstagen ein. Ganztägig gaben hier die Stars der Szene ihr Wissen preis.

 

Die Themen des Western Forums erstreckten sich über die ganze mögliche Palette. Trainer und erfolgreiche Reiter vermitteln ihr Know-how zu einzelnen Disziplinen und Manövern, gaben dabei zudem wertvolle Trainingtipps. Diese Stars waren unter andere, beim Western Forum dabei: Ute Holm, Jean Claude Dysli, Vern Sapergia, Sylvia Rzepka, Silvia Jäckle, Jürgen Döring, Grischa Ludwig, Markus Schöpfer und Nico Hörmann.

 

Ein paar Beispiele: Madeleine Häberlin trug zur „Western Riding“ vor. Mit tatkräftiger Unterstützung ihres Quarter Horse-Hengstes „Watch Me Pulse“ lieferte sie einen praktischen und informativen Beitrag zu Training und Vorstellung eines Western Riding-Pferdes. Grundsätze wie „Was steckt eigentlich hinter der Disziplin Western Riding?“, „Worauf kommt es an?“ oder „Welche Voraussetzungen muss ein geeignetes Pferd mitbringen?“ wurden genauso behandelt wie tiefer gehende Fragen zu Training, Hilfengebung und Gymnastizierung. Auch die Senioren unter den Pferden kamen nicht zu kurz, denn Madeleine ging mit speziellen Übungen auch auf das Trainingsprogramm des bereits ausgebildeten Western-Riding-Pferdes ein. Als Inhaberin der Richterkarte mehrerer Westernreitverbände gab sie außerdem wertvolle Tipps und Hinweise für das Reiten in der Prüfung und erklärte die Bewertung aus der Sicht des Richters.

 

Legende Jean Claude Dysli wieder dabei

Ein anderes Thema hieß „Die kalifornische Reitweise der Vaqueros“. Wer sonst als Altmeister und Urgestein des Westernreitsport in Deutschland, Jean Claude Dysli, hielt diesen engagierten Vortrag. Proppevoll waren die Zuschauerränge rund um den kleinen Reitplatz, das Interesse groß.

Bob Armijo lässt das Publikum ropen

 

Der Amerikaner Bob Armijo, seines Zeichens ein wahrer Altmeister und vielfacher Titelträger im Roping, stellte sich der Aufgabe, Messebesucher in die Geheimnisse seiner Kunst einzuweihen. „Come and Try“ lautete das Motto. Mit der Hilfe begeisterter Freiwilliger demonstrierte er nicht nur seine eigene Kunstfertigkeit mit dem Lasso, sondern auch Talent, sein Wissen weiterzugeben. Laut Bob ist es schließlich kein „Hexenwerk“, die Grundlagen des Roping  zu erlernen. Und er hatte Recht: Jedem „Proband“ gelang es schließlich - nach anfänglichen Schwierigkeiten und Selbstfesselungsversuchen - das Rope sicher um sich herum zu schwingen und sogar die geduldige Plastikkuh auf dem kleinen Reitplatz des Forums zu fangen.

Und nun zum Sport:

NRHA Bronze Trophy Open

Dario Carmignani gewinnt mit Skeets Dun den Vorlauf

Unter 49 Startern in der mit 32 000 Euro added dotierten NRHA Bronze Trophy Open erkämpften sich die 17 Besten einen Platz im Finale. Dafür waren mindestens 217,5 Punkte nötig! Zum Vergleich: für das Einzelfinale auf der WM in Aachen waren es 215,5. Interessant ist, dass etliche Hoffnungsträger nicht weiter kamen, so u.a. der Deutsche Meister Nico Hörmann, der mit Yankee Bambino eine 217 erritt und damit das Finale um einen halben Punkt verfehlte. Auch Bernard Fonck, der unter der Top Ten der NRHA Weltrangliste ist, konnte diesmal die Erwartungen nicht erfüllen.

Den Top-Score im Vorlauf ritt der Italiener Dario Carmignani mit dem NRHA-Weltranglisten-Vierten Skeets Dun. Der im Besitz von Andrea Castrucci stehende 6-jährige Quarter Horse Hengst kommt gerade von der Weltmeisterschaft in Aachen, wo er mit dem italienischen Team die Bronzemedaille und Platz 10 im Einzelfinale holte. Hier auf der Americana überzeugten die beiden u.a. durch ihre Spins und die Stops und verließen schließlich mit einer 221,5 die Arena.

Zweite wurde nur mit einem halben Punkt Abstand Sylvia Rzepka mit Golden Mc Jac (Bes. Peter Prokes, AUT). Die beiden, die gestern souverän den Go der Reining Maturity gewannen, zeigten einen wunderschönen Ritt, wobei offensichtlich war, dass Sylvia dem Hengst noch viel ‚Luft’ übrig ließ! Hier hat sich ein echtes ‚Dream Team’ entwickelt, wobei anzumerken ist, dass der in Österreich gezüchtete Hengst bereits als Zweijähriger zu Sylvia und ihrem Mann Vern Sapergia ins Training kam. 

Auf Platz 3 im Vorlauf kam Ruben Van Dorp (NED) mit Footworks Finest (220,5), einem Hengst im Besitz von Roy de Bruin. De Bruin ist auch der Besitzer von Coeur D Wright Stuff, der unter Grischa Ludwig derzeit auf Platz 11 liegt.

Titelverteidiger Martin Larcombe trotz kurzem Patzer Fünfter

Titelverteidiger Martin Larcombe, auch Trainer von Corinna und Michael Schumacher, kam im Vorlauf mit Red Chick Peppy auf Platz 5, zusammen mit Marco Petinari und Let Me Out Please und Paulo Koury mit Texas Playboy. Larcombe hatte trotz dieses Scores einen Patzer im Ritt. Denn beim ersten Runterbeschleunigen in den kleinen Zirkel wollte sein Pferd wechseln, was der Australier nur durch einen kurzen harten Eingriff verhindern konnte. So war er auch unmittelbar nach dem Ritt nicht ganz zufrieden: „Das fühlte sich nicht wirklich gut an – da muss ich bis morgen zum Finale noch dran arbeiten.“

Vorentscheidung in der Weltrangliste?

Das er noch Potenzial haben würde, machte auch seine Platzierung in der aktuellen NRHA-Weltrangliste klar: Er war vor der Americana mit Red Chick Peppy Erster dieser Weltrangliste – mit 22.000 Dollar gewonnen Preisgeld. Und hatte damit zu diesem Zeitpunkt viertausend Euro Vorsprung in der Weltrangliste vor Bernard Fonck auf Roosters Spurs. Der Belgier aber kam nicht ins Finale der Americana. Und damit hatte Larcombe einmal mehr die Chance, durch einen Erfolg bei der Americana die Vorentscheidung in der Weltrangliste herbeizuführen. Und genau das gelang dem Australier schon vor zwei Jahren, als er mit seinem Sieg bei der Americana nicht mehr vom Podest der Weltrangliste zu verdrängen war. Aber Vorsicht war geboten: Denn schließlich gewann Dario Carmignani auf Skeets Dun den Vorlauf der Bronze Trophy. Und eben dieses Duo war zu Beginn der Americana Vierter der Weltrangliste.

Die weiteren Finalisten wurden Adriano Meacci (ITA) mit Docs Tivio Hancock und Peppy Secolo, Emanuel Ernst mit Chickle Me Please und Shotgunner, Francesco Arrighi mit Star At The Bar, Rudi Kronsteiner mit Nimble Star, Doug Allen mit Jacs Little Sunrise, Markus Schöpfer mit Remilore, Ruben Van Dorp mit Lil Miss Peppy Step und Ann Poels mit Codys Diamond Dun It.

Martin Larcombe wiederholt seinen Americana-Triumph!

Dann aber das Finale. Die Karten wurden neu gemischt. Und was passierte, ist bis dato einmalig: Erstmals schaffte es ein Reiter, die große NRHA Bronze Trophy Open der Americana zum einen überhaupt zum zweiten Mal und dann auch noch in Folge zu gewinnen. Die Verneigung gebührt dem Australier Martin Larcombe. Congratulations! Er kam vor voller Halle im Finale mit seinem siebenjährigen Quarter-Hengst Red Chic Peppy auf 221,5 Punkte. 2004 hatte Larcombe diese Prüfung auf Arc Oak Enterprise gewonnen. Und nicht zu vergessen. Mit dem in diesem Jahr vorgestellten Red Chic Peppy war er zudem Achter bei der Americana Bronze Trophy 2004 (damaliger Score: 216,5).

Sein stärkster Konkurrent im Finale war der Vorlaufsbeste und WM-Mannschafts-Bronze-Gewinner Dario Carmignani,. der auf Skeets Dun zu 220 Punkten kam. Den dritten Rang teilten sich die Belgierin Ann Poels auf Codys Diamond und Marco Petinari auf Let Me Out Please (jeweils 219,5). Für Sylvia Rzepka auf Golden Mac Jac reichte es bei 219 Punkten im Tie mit Adriano Meacci zum fünften Platz. Mit der Bewertung von Sylvia Rzepka zeigte sich das sachverständige Publikum nicht zufrieden und wertete die Entscheidung der Richter mit Pfiffen.

Sylvia Rzepkas Ritt für viele unterbewertet

Und was sagte sie selbst dazu? Sylvia Rzepka: „Es haben mich sehr viele darauf angesprochen, dass ich eigentlich die Beste gewesen sein soll. Aber ich habe mich selbst nicht gesehen und auch die anderen Ritte nicht. Deshalb kann und will ich das nicht beurteilen. Angefühlt hat sich mein Ritt sehr gut. Das einzige, was ich vielleicht am meinem Ritt kritisch anzumerken hätte, war, dass Golden Mac Jac beim ersten Stop den Kopf ein bisschen hoch hatte. Der Grund war, dass er sich selbst auf dem großen Bildschirm sah.“

Auffallend war auf jeden Fall einmal mehr ihr toller Stil bei gleichzeitig aber nicht gezeigtem möglichen Höchsttempo etwa in den Zirkeln und im Run Down. Sylvia Rzeka zu ihrer Taktik: „Ja, es ist richtig. Ich lege viel Wert auf den Stil und bin deshalb auch nicht die Schnellste gewesen. Ich passe die Geschwindigkeit der Arena an. Meinem Stil bleibe ich treu. Manchmal wird das belohnt und manchmal auch nicht.“ Ein Blick in die Score-Sheets der drei Richter Bobby Harrison, Allan Mitchells und Janette Steffle zeigte, wie sehr Sylvia Rzepka mit ihrer Vermutung Recht hatte: Es war der erste Stop. Hier erhielt sie bei zwei Richtern eine Null und einmal sogar minus einhalb. Das sind auf diesem Niveau entscheidende Punktverluste!

Richter Allan Mitchells gab den entscheidenden Ausschlag

Die Americana Bronze Trophy Open war in diesem Jahr mit 32.000 Euro added Preisgeld ausgeschrieben. Faktisch ausgeschüttet wurden dann exakt 39.863,63 Euro. Und mit 9.168 Euro ging der größte Batzen davon an den Sieger Martin Larcombe, der damit seine aktuelle Führung in der Weltrangliste weiter ausbaute. So richtig zufrieden war er aber nicht über seinen Ritt: „Das geht schon noch besser. Es waren ein paar kleine Ungenauigkeiten drin und auch die Stops waren vielleicht noch etwas zu slow.“ Und auch hier verrät ein Blick in die Wertungen der Richter Spannendes: Denn wäre es nach Bobby Harrison (73,5) und Janette Steffl (73) gegangen, wäre es sehr eng geworden. Letztlich entschied über den Sieg von Martin Larcombe Richter Allan Mitchells, der als einziger in allen Manövern Plus und zudem zweimal Plus 1 vergab.

Dario Carmignani zeigte seine Klasse

Der Vorlaufsbeste Dario Carmignani zeigte trotz des Scores von 220 im Finale nicht so einen harmonischen Ritt wie im Go. Das Pferd widerstrebte eigentlich kontinuierlich, was allerdings der Italiener mit seiner Klasse ausglich. Allerdings konnte auch er nicht verhindern, dass das Pferdemaul bisweilen aufging. So war das Fachpublikum durchaus etwas überrascht über den Score 220. Tatsächlich büßte Carmignani nur im ersten Spin und bei der Figure Eight Punkte ein. Während er in der Acht bei Null blieb, bekam er im ersten Spin von zwei Richtern einen halben Punkt abgezogen.

Der Geheimfavorit wird gleichauf mit Ann Poels Dritter

Die Belgierin Ann Poels, in Aachen mit Little Royal BH Sechste der Einzelwertung, sicherte sich in der Bronze Trophy Open ihren nächsten großen Erfolg. Auf der fünfjährigen Stute Codys Diamond Dun It kam sie bloß bei der Figure Eight und im letzten Stop nicht in den Plusbereich und sicherte sich mit viel Stil letztlich 219,5 Punkte und damit den dritten Rang. Eben diese Punktzahl ging auch an Marco Petinari, in Insiderkreisen vor dem Finale als der so genannte Geheimfavorit bezeichnet. Er stellte den erst vierjährigen Hengst Let Me Out Please vor. Für eine noch bessere Platzierung ließ er die Punkte in den ersten zwei Stops liegen. Im ersten Stop wurden ihm gar gesamt zwei Punkte im Score abgezogen, und beim zweiten – noch nicht ganz davon erholt – kam er auf eine 0.

Gleichauf mit Sylvia Rzepka wurde der Italiener Adriano Meacci auf Docs Tivio Hancock Fünfter bei 219 Punkten. Als letzter Starter der Prüfung versuchte er alles, kam auch in fast allen Manövern ins Plus. Nur der erste Stop gelang nicht, hier bekam er minus einhalb.

Zweitbester deutscher Finalist war Emanuel Ernst auf Shotgunner. Mit dem siebenjährigen Paint-Hengst schaffte er 217,5 Punkte. Zudem hatte er auch Chickle Me Please im Finale (17. mit 204 Punkten). 216, 5 Punkte bedeuteten für Ruben Van Dorp auf Lil Miss Peppy Step den achten Rang. Der Engländer Doug Allen kam auf Jacs Little Sunrise auf eine 216 und blieb damit einen Punkt besser als die punktgleichen Markus Schöpfer auf Remilore und Francesco Arrighi auf Star At The Bar (beide 215).

Erneut Ruben Van Dorp stellte auch das älteste und zugleich nach bisheriger Gewinnsumme höchstdotierte Pferd im Ring vor: den 14-jährigen Footworks Finest. Als erster Starter des Finalfeldes hatte dieses Duo in den beiden Spins die besten Manöver – am Ende waren es 214,5 Punkte.

Grischa Ludwig: „Schade – ich hätte heute gewinnen können“

Einen halben Zähler zurück kam Grischa Ludwig auf Coeur D Wright Stuff ins Ziel. Er freute sich riesig nach seinem Ritt. Und das trotz „nur“ 214 Punkten. Denn er hatte eindeutig gezeigt, dass sein Pferd `fit to compete`ist – ein Thema, das bei der WM in Aachen noch für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte. Seinen Ritt beurteilte er: „Schade. Ich habe zu viele Fehler gemacht. Dabei hätte ich heute gewinnen können – die Voraussetzungen waren alle da.“ Ein Stolperer vor dem ersten Spin und vor allem eine Galoppunterbrechung in der Figure Eight kosteten Punkte.

14. wurde Adriano Meacci mit seinem zweiten Pferd Peppy Secolo (212,5) vor Rudi Kronsteiner auf Nimble Star (207) und dem Brasilianer Paulo Koury auf Texas Playboy (205,5).

Das Finalergebnis der Bronze Trophy Open:

 

   1  128 RED CHIC PEPPY                    QH  1999 S   Martin Larcombe                  AUS  O  Maria Bianca Bianchi        ITA     221,50

   2  269 SKEETS DUN                          QH  2000 S   Dario Carmignani                  ITA   O  Andrea Castrucci             ITA     220,00

   3  160 CODYS DIAMOND DUN IT       QH  2001 M Ann Poels                           BEL   O  Nathalie Derua                BEL    219,50

   3  205 LET ME OUT PLEASE              QH  2002 S   Marco Petinari                     AUS  A  Maurizio Ferrarol             ITA     219,50

   5  299 GOLDEN MC JAC                    QH  1999 S   Sylvia Rzepka                      GER  O  Peter Prokes                   AUT   219,00

   5  312 DOCS TIVIO HANCOCK           QH  1999 S   Adriano Meacci                    ITA   O  Lorenzo De Simone          ITA     219,00

   7   21 SHOTGUNNER                       PH  1999 S   Emanuel Ernst                      GER  O  Anja Deutzmann              GER    217,50

   8  243 LIL MISS PEPPY STEP              QH  2001 M Ruben Van Dorp                   USA  O  Harald +Manuela Schmid    AUT   216,50

   9  142 JACS LITTLE SUNRISE             QH  2000 S   Doug Allen                         GB    A  Francesca Sternberg          GB      216,00

10  217 REMILORE                             QH  2000 S   Markus Schöpfer                  ITA   O  Paolo Marasso                ITA     215,00

10  330 STAR AT THE BAR                  QH  1998 S   Francesco Arrighi                  ITA   O  Edith Zenouda                FRA    215,00

12  286 FOOTWORKS FINEST              QH  1992 S   Ruben Van Dorp                   USA  O  Roy De Bruin                 NET    214,50

13  285 COEUR D WRIGHT STUFF        QH  1999 S   Grischa Ludwig                    GER  O  Roy De Bruin                 NET    214,00

14  313 PEPPY SECOLO                       QH  1998 S   Adriano Meacci                    ITA   O  AM Syndacate                ITA     212,50

15   51 NIMBLE STAR                        QH  2001 S   Rudi Kronsteiner                  AUT  O  Alfred Neuberger             GER    207,00

 16    390 TEXAS PLAYBOY                          QH  1999 S   Paulo Koury                               BRA   O  Joao Loureiro Almeida BRA 205,5

 17     20 CHICKLE ME PLEASE                  QH 2002  G   Emanuel Ernst                             GER   O Anja Deutzmann                   GER     204,00

 

Bronze Trophy Limited Open

Zwei Reiter teilten sich den Sieg

Class in Class mit der NRHA Bronze Trophy Open wurde die Bronze Trophy Limited Open Wertung durchgeführt. Hier erzielten zwei Reiter den Top Score von 219,5: Marco Petinari auf Let Me Out Please, einem 4-jährigen Quarter Horse Hengst im Besitz des Italieners Maurizio  Ferrarol und der brasilianische WM-Reiter Paulo Koury auf Texas Playboy, einem 7-jährigen Hengst, mit dem er auch in Aachen startete. Die beiden entschieden sich zur Schonung ihrer Pferde gegen ein Stechen und teilten sich den 1. Platz und das Preisgeld in dieser Prüfung. Platz 3 ging an Nico Hörmann mit Yankee Bambino – der Score: 217 Punkte.

Gleich drei Reiter teilten sich den vierten Platz – alle drei waren WM-Teilnehmer: Joao Felipe Lacerda mit Little Man O’lena (der Brasilianer war mit diesem Pferd unter den Top 20 im Einzelfinale auf der WM in Aachen), Demetrius Kotrozinis (BRA) mit Dun Its Kicking Ace und Jürgen Pouls (NED) mit HC Im Especial.

 

NRHA Bronze Trophy Reining Non Pro

 

Cira Baeck gewinnt den Vorlauf

 

30 Pferd-Reiter-Kombinationen gingen in den Vorlauf der NRHA Bronze Trophy Non Pro. Die zehn Besten schafften es ins Finale, das interessanterweise von weiblichen Startern dominiert wurde. Mit einer 215,5 führte Cira Baeck mit Don Quixote Escapes das Ergebnis aus dem Vorlauf an. Die Belgierin, die letztes Wochenende mit der belgischen Mannschaft auf den Weltreiterspielen in Aachen startete, konnte mit dem 6-jährigen Hengst, der Ciras Schwester Susy gehört, besonders bei den Spins und beim letzten Stop Pluspunkte sammeln.

 

Zweitbeste Reiterin des Vorlaufs wurde die Österreicherin Tina Künstner-Mantl mit ihrem 6-jährigen Hesa Sure Whiz. Die beiden waren Mitglied der österreichischen WM-Mannschaft. Der Topsail Whiz-Sohn hatte einen fehlerfreien Durchgang und erhielt von den Richtern Pluspunkte auf den Spins und dem letzten Stop. Die beiden verließen mit einer 214,5 die Bahn.

 

Gleich zwei gute Ritte gelangen der britischen WM-Reiterin Francesca Sternberg. Sie ritt den 8-jährigen Fuchshengst Yelena My Way mit einer 212 auf Platz 3 des Vorlaufs und ihr WM-Pferd Just Gotta Shine mit einer 211,5 auf Platz  4. Der 8-jährige Palominohengst ist ein Sohn von Carol Rose´s berühmtem Shining Spark. Mit ihm wurde Francesca Sternberg in Aachen Elfte im Einzelfinale. Ebenfalls im Finale kam Francescas Schwester Roseanne mit Stylish Chexinic, einem 5-jährigen Quarter Horse Hengst.

 

Beste Deutsche nach dem Vorlauf war Olga Hofmann mit ihrer 6-jährigen Quarter Horse Stute  Keen Little Katie sowie Charlotte Oedekoven mit ihrer 12-jährigen Haflingerstute Oh Canada. Die beiden brachten es mit 211 Punkten auf Platz 5 im Vorlauf.

 

Ebenfalls für Deutschland ins Finale kam Sabine Brasche mit Larues Imperialil - mit einer 210. Die Beiden lagen im Vorlauf auf Platz 8 – zusammen mit Andrea Castrucci mit dem 4-jährigen Okie Dun Badger. Der Italiener und sein Landsmann Maurizio Ferrarol mit dem 5-jährigen Wallach Hes A Frozen Breeze (Platz 7 des Vorlaufs) sind die beiden einzigen männlichen Teilnehmer des Finales.

 

Österreicherin holt sich die Bronze Trophy Non Pro

 

Finale: Souverän gewann schließlich die Österreicherin Tina Künstner-Mantl mit Heza Sure Whiz das Finale um die mit 5.000 Euro added dotierte Non Pro Bronze Trophy (Score 219,5). Insgesamt wurden knapp 6.700 Euro ausgeschüttet.

 

Zweite wurde mit einer 216,5 die Belgierin Cira Baeck mit Don Quixote Escapes. Die beiden tauschten damit die ‚Rollen’ aus dem Vorlauf, den Cira Baeck dominiert hatte. Die Belgierin, die mit der belgischen Mannschaft auf den Weltreiterspielen in Aachen startete, steht mit dem 6-jährigen Hengst im Besitz ihrer Schwester Susy derzeit auf Platz 3 der NRHA Weltrangliste.

 

Die österreichische WM-Reiterin Tina Künstner-Mantl konnte mit ihrem Topsail Whiz-Sohn im Finale noch einmal deutlich zulegen und zeigte einen sehr guten Ritt mit schönen Spins und Stops.

 

Auf Platz 3 landete die Britin Francesca Sternberg gleich mit zwei Pferden mit Score 212: mit dem 8-jährigen Fuchshengst Yelena My Way und ihrem zuverlässigen WM-Pferd Just Gotta Shine. Mit diesem 8-jährigen Palominohengst, einem Sohn von Carol Rose´s berühmten Shining Spark, wurde Francesca Sternberg in Aachen Elfte im Einzelfinale.

 

Beste Deutsche war Olga Hofmann mit ihrer 6-jährigen Quarter Horse Stute  Keen Little Katie. Die beiden wiederholten ihre Leistung aus dem Vorlauf und kamen mit einer 211 aus der Bahn, was Platz 5 bedeutete.

 

Mit Francesca Sternbergs Schwester Roseanne hatte Großbritannien einen weiteren Kandidaten im Rennen des Non Pro Finals. Mit dem 5-jährigen Hengst Stylish Chexinic wurde Roseanne, die Mitglied der britischen WM-Mannschaft war, mit einem Score von 210,5 Sechste, gefolgt von Charlotte Oedekoven mit ihrer 12-jährigen Haflingerstute Oh Canada, Sabine Brasche mit Larues Imperialil und Maurizio Ferrarol mit dem 5-jährigen Wallach Hes A Frozen Breeze.

 

NRHA Maturity (Senior Reining) Open

 

Sylvia Rzepka und Golden Mc Jac bestätigen Aachener WM-Leistung

 

Vor kurzem waren die beiden noch auf den Weltreiterspielen in Aachen, wo sie unter die Top Ten der Reining-Weltspitze ritten, und jetzt dominierten sie den Vorlauf um die NRHA Maturity in Augsburg: die Rede ist von Sylvia Rzepka und ihrem WM-Pferd Golden Mc Jac. Die beiden lieferten einen wunderschönen Ritt in gewohnt harmonischer Weise, wobei sie in fast jedem Manöver plussen konnten. Das Resultat: 220,5 Punkte und damit die Führung nach dem Vorlauf. Golden Mc Jac ist ein 7-jähriger Quarter Horse Hengst von Jac O Rima, der in Österreich gezüchtet und im Besitz des Österreichers Peter Prokes ist.

 

Die gebürtige Starnbergerin Sylvia Rzepka, die seit vier Jahren zusammen mit ihrem Mann Vern Sapergia eine Trainingsanlage in Mitterndorf (südlich von Wien) betreibt, avancierte schon in Aachen zum Publikumsliebling. In Augsburg gelang ihr dies auch, und dies sicherlich noch mehr seit ihrem Lob für diese Stadt in der heutigen Pressekonferenz:. „Es war ein unglaubliches Gefühl, in Aachen zu reiten,“ sagte sie zu den Journalisten. „Es gibt nur ein einziges Turnier, das dem nahe kommt, und das ist die Americana in Augsburg.“

 

Auf einen verdienten zweiten Platz im Vorlauf kam Jürgen Pouls (NED) mit Tabasco Tari, einem 12-jährigen Quarter Horse-Hengst im Besitz von Eduard Patist. Die beiden beeindruckten gleich am Anfang durch ihre Spins und brachten es auf eine 218. Dritter im Go wurde der amtierende Deutsche Meister Nico Hörmann mit Uwe Gerbigs Yankee Bambino. Mit diesem 7-jährigen Hengst hat Nico u.a. in diesem Jahr den CRI  in Leipzig gewonnen. Zudem brachte der Schwaneweder, der zum WM-Team von Aachen gehörte und unter den Top Ten (Platz 9) des Einzelfinales war, ein weiteres Pferd ins Maturity Finale: Peppys Whiskey Sprat .

 

Auch WM-Reiter Grischa Ludwig hat zwei Pferde im Finale: Olenas Diablo Star, mit dem er im Vorlauf auf den vierten Platz kam, und sein WM-Pferd Coeur D Wright Stuff.

 

Reining-Bundestrainer Kay Wienrich im Finale dabei

 

Insgesamt 50 Pferd-Reiter-Kombinationen gingen in der Maturity an den Start. Die 14 besten kamen ins Finale. Unter den Maturity-Finalisten waren letztlich insgesamt vier WM-Teilnehmer: Neben Golden Mc Jac und Coeur D Wright Stuff (der in Aachen ja leider nicht zum Einsatz kam) nämlich Shiners Vintage unter Michael Saupe (im Vorlauf Platz 5) und Skeets Dun unter Dario Carmignani (derzeit Platz 11).

 

Weitere Finalisten wurden Many Golden Smarties unter Jürgen Pieper, CH Spotted Sparkle unter Martin Steck, Vals Hangten Harry unter dem deutschen Reining-Bundestrainer Kay Wienrich, Puro Ragtime unter Verena Klein,  Stylish Chexinic unter Sean Pulley und Jacs Little Sunrise unter Doug Allen.

Was für ein Americana-Finale für Sylvia Rzepka

 

Was für ein Ritt! In der letzten Prüfung der Americana, der Reining Maturity, bekamen die Zuschauer noch mal Reining vom Feinsten zu sehen! Sylvia Rzepka und Golden Mc Jac, die bereits mit einer 220,5 den Vorlauf gewonnen hatten, legten im Finale noch mal eins drauf. Die beiden zeigten einen technisch perfekten, harmonischen Ritt, der in drei wunderschönen Stops mündete. Die Richter belohnten diesen ‚Vorzeige-Ritt’ mit 222 Punkten. Damit ritt Sylvia Rzepka diesen Hengst, der im Besitz von Peter Prokes (AUT)  ist, innerhalb von zehn Tagen sechs Mal über 219 Punkte! Auf der WM in Aachen war sie mit 219 bzw. 219,5 beste Deutsche der Mannschafts- und Einzelwertung (Platz 8). Auf der Americana ritt sie Golden Mc Jac mit einer 221 ins NRHA Bronze Trophy Finale, wo sie wiederum als beste Deutsche Platz 5 belegte. Dann der Vorlauf zur Maturity und dieses großartige Endergebnis! Bei sechs Mal Showen wurde der in Österreich gezogene Hengst, den Sylvia und ihr Mann Vern Sapergia seit seinem zweiten Lebensjahr im Training haben, jedes Mal besser und hatte in der letzten Prüfung den gleichen selbstbewussten und zufriedenen Ausdruck wie am Anfang.

 

Auf dem zweiten Platz folgte Grischa Ludwig mit seinem Kaderpferd Coeur D Wright Stuff. 219 Punkte waren das Ergebnis für Grischas Ritt mit dem Hengst der im Besitz der Familie de Bruin ist. Grischa Ludwig ritt darüber hinaus sein zweites Pferd Olenas Diabolo Star auf Platz 4.

 

Dritter wurde mit einer 218,5 Doug Allen (GBR) mit Francesca Sternbergs Jacs Little Sunrise. Auf Platz 4 folgte punktgleich mit Grischa Ludwig und Olenas Diabolo Star) Nico Hörmann mit Uwe Gerbigs Yankee Bambino.

 

Sean Pulley (GBR) und Stylish Chexinic wurden Sechster, gefolgt von Verena Klein mit Puro Ragtime und Martin Steck mit CH Spotted Sparkle. Die restlichen Finalisten hatten leider Null bis auf Tabasco Tari / Jürgen Pouls, Skeets Dun / Dario Carmignani und Many Golden Smarties / Jürgen Pieper, die nicht mehr im Finale antraten..

 

 

NRHA Reining Maturity (Senior Reining) Non Pro 5 years and older

Jan Tobias Kock gewinnt mit Boogies Pistol

 

Mit einem sauberen Ritt und einem Score von 210 Punkten slidete Jan Tobias Kock (GER) auf dem 10-jährigen Quarter Horse-Hengst Boogies Pistol auf den ersten Platz in der Senior Reining der Non Pros – die Schärpe für den Europameistertitel für ihn.

 

Die Silbermedaille ging in die Niederlande an Fenna Elzinga auf Holidoc Hickups. Die beiden scorten eine 208,5. Dicht auf den Fersen mit 207,5 Zählern war dem Paar Marc Andries (BEL) auf dem Paint Horse Diamond Lynnea.

 

Auf den folgenden Rängen lagen die Scores sehr dicht beieinander, die Platzierungen wurden denkbar knapp vergeben. Den vierten Platz sicherten sich Isabel Thöne und PLR Genuine Slider (Score: 205), gefolgt von Sabine Stegmair mit Spat Of Britton (204,5) und Stefanie Schuck mit MS Continental Love (204) – übrigens die einzige Jugendliche im Starterfeld.

 

Ute Wilhelm und Soonernic ritten mit 203 Zählern auf den siebten Platz. Hinter ihr reihte sich Sylvia Maile auf The Knick Nic mit einem Score von 201,5 ein. Ein Punkt weniger bedeutete für Gerhard Frater mit Gab Genuine Jewel den neunten Platz.

 

Auf die weiteren Plätze kamen: Peter Wiedenmann und Mac Gun Leobar (200), Olf Bockstaller mit Chexs N Five (198,5) und Julia Keck auf Atlantic Flick (188).

 

NRHA Reining Futurity Open, 3 year old

 

Der Go geht an This Chics Peppy unter Rieky Young

Der Quarter-Wallach This Chics Peppy unter der Holländerin Rieky Young dominierte mit einem Score von 213,5 den Vorlauf der NRHA Reining Futurity Open für die Dreijährigen. Die Pluspunkte gab es für die drei Stops am Ende der Pattern 8.

Dieses Duo blieb einen Punkt vor der Stute Select A Star unter dem Belgier Bernard Fonck (212,5). Fonck steuerte auch das drittbeste Pferd im Go: Mit der Stute ND Miss Sailor Jac kam der Belgier auf 211,5 Punkte.

Rudi Kronsteiner aus Österreich steuerte Whizashiningwalla BB auf den vierten Rang (211) und qualifizierte sich damit vor dem Italiener Luis Kompatscher auf Light Sparkle (210). Ins Finale schafften es auch Martin Steck auf Ses Chic Olena (208), Piet Mestdagh auf ND Gump Peppy Smart (206,5), Christoph Seiler auf Ima Docs Tipster (204,5) sowie erneut Martin Steck, jetzt mit Roosters Hombre (200,5).

Bernard Fonck souverän auf Platz 1 und 2

Zwei Pferde hatte der Belgier Bernard Fonck im Reining Futurity-Finale 3-years Open – und beide ritt er im Endlauf mit wunderschönen Leistungen auf Platz 1 und 2. Futurity Champion wurde der WM-Reiter und Weltranglistenzweite mit ND Miss Sailo Jac, einer Stute im Besitz von Nathalie Derua. Der Score: 218,5. Gleichzeitig sicherte er sich mit Select A Star, der Stute, mit der er Zweiter im Vorlauf war, den Reserve Champion-Titel mit 217,5 Punkten.

Dritter wurde der  Italiener Luis Kompatscher auf Light Sparkle mit einer 214,5. Vorlaufssiegerin Rieky Young mit This Chics Peppy konnte sich zwar im Finale noch um einen halben Punkt steigern, doch die 214 reichte nur für den vierten Platz.

Fünfter wurde Christoph Seiler auf Ima Docs Tipster (211,5) vor Rudi Kronsteiner aus Österreich mit  Whizashiningwalla BB (208,5), Piet Mestdagh auf ND Gump Peppy Smart und Martin Steck auf Ses Chic Olena. 

 

NRHA Reining Derby Open, 4 year old

 

Vorlauf: Bo Kasbergen steuert Dream On Chics zu 219 Punkten

26 Teilnehmer traten zur NRHA Futurity Open 4year an. Durch einen Tie kamen letztlich 15 Starter ins Finale. Die Scores waren sehr beachtlich. Und so mussten es schon 219 Punkte sein, um sich den Sieg im Vorlauf zu sichern. Das schaffte der bisher zumindest in Deutschland eher unbekannte Niederländer Bo Kasbergen, der den Quarter-Hengst Dream On Chics vorstellte. Bei seinem 73er Ritt holte er konsequent Pluspunkte in den einzelnen Manövern, nur der letzte Stop war minus ein halb. Dafür wurde der erste Stop mit bis zu plus 1 bewertet.

Nur einen halben Punkt zurück qualifizierte sich Rudi Kronsteiner auf Chic N Roost mit 218,5 Punkten als Zweiter. Der Unterschied zum Ersten waren die mit 0 bewerteten Zirkel. Als Dritter kam Marco Pettinari auf Little Sparkle Olena weiter – ebenfalls nur einen halben Punkt zurück (218). Gleich drei Reiter-Pferd-Kombinationen schafften 216,5 Punkte: Kay Wienrich mit seinem eigenen Pferd Boomerang Andaure, der Kanadier Vern Sapergia auf Peannuts Kid sowie Grischa Ludwig auf Bon Acres Outlaw. Den siebten Rang eroberte im Vorlauf die Belgierin Ann Poels auf Little Steppin Lena (215,5).

Auf den achten Rang kamen gleichauf Rogerio Barral auf Bechta Boots Whiz und Emanuel Ernst auf Chickle Me Please (beide 215). Einen Punkt zurück kam Bernard Fonck mit FB Junior ins Finale (214) und platzierte sich damit vor Ricky Bordignon auf Arc Doc Red Oak (213). Mit 212,5 ist Luis Kompatscher auf Pride Tacaun Tac weiter. Das zweite Finalpferd von Grischa Ludwig heißt Nic Of Tradition (212) und mit jeweils 211,5 sind ebenfalls mit seinem zweiten Pferd Bernard Fonck (Whiz N Merida) sowie Markus Schöpfer mit Peptos Lil Bingo im Finale dabei.

Vern Sapergia und Peanuts Kid gewinnen das NRHA Reining Derby Open

Von ursprünglich 26 Startern hatten sich 15 fürs Finale qualifiziert, wofür mindestens 211,5 Punkte erreicht werden mussten. Es wurde ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem ersten und zweiten Platz. Rudi Kronsteiner (AUT) legte als sechster Starter die Messlatte an. Mit Chic N Roost, einem 4-jährigen Hengst im Besitz der Französin Priscilla Jacquard, ging der Österreicher auf volles Risiko und beendete den Ritt mit einem +1-Spin und damit insgesamt 220,5 Punkten. Damit schien lange Zeit der Sieg fest zu stehen – bis Vern Sapergia als drittletzter Reiter die Bahn betrat.

 

Mit Peanuts Kid zeigte er vor dicht gedrängten, tobenden Zuschauertribünen Reining vom Feinsten: ein schneller, technisch ganz feiner und harmonischer Ritt mit einem offensichtlich zufriedenen Pferd. Der kanadische Trainer ritt den 4-jährigen Wallach der Österreicherin Claudia Klusarits auf den Top Score 221, wobei er Peanuts Kid in jedem Manöver in den Plusbereich brachte.

 

So wurde Rudi Kronsteiner Reserve Champion. Platz 3 ging mit drei Punkten Abstand an den Belgier Bernard Fonck mit der einzigen Stute des Feldes, Whiz N Merida. Der derzeitige NRHA-Weltranglistenzweite und WM-Starter brachte Piet Mestdaghs Stute auf eine 217,5. Bernard Fonck brachte zudem sein zweites Pferd FB Junior mit einer 214 auf Platz 7. 

 

Vorlaufssieger Bo Kasbergen (NED) und Dream on Chics musste sich mit einer 217 knapp hinter Bernard Fonck mit Platz 4 zufrieden geben.

 

Bester Deutscher war Grischa Ludwig. Der zweifache Deutsche Meister brachte zwei Pferde ins Finale. Mit dem Bobs Acre Doc-Sohn Bob Acres Outlaw, einem Hengst im Besitz von B&B Partnership, NED, errang er eine hervorragende  216,5, was Platz 6 bedeutete. Zudem ritt Grischa Ludwig Nic of Tradition , einen Hengst im Besitz von Martina Krajcaroa (CZE), auf Platz 12. Bundestrainer Kay Wienrich kam mit Boomerang Andaure auf Platz 9.

 

NRHA Reining Derby Non-Pro, 4 year old

 

Klarer Erfolg für Andrea Castrucci

 

Stolze 216 Punkte bedeuteten den Sieg für Andrea Castrucci im NRHA Derby Non Pro. Er brachte den vierjährigen Okie Dun Badger auf einen Score von 216. Das war ein klarer Erfolg mit 2,5 Punkten Vorsprung vor den punktgleichen Ewald Rifeser auf GL Wonder Spirit und Babs Coppens auf Holly Smart Chic (beide 213,5). Einen Zähler zurück wurde Björn Bürig auf Spotted On Top Vierter (212,5). Der fünfte Rang ging Janina Toelle auf Sultan San Badger (206) vor Sven Bürig auf A Hollywood All Star (203). Drei weitere Reiter mussten leider einen 0-Score hinnehmen: Francesca Sternberg auf Lenas Diamond Rio, Christian Mattioli auf Spat Of Roses und Uwe Gerbig auf RS Bon Ton Jac.

 

NRHA Freestyle Reining Open

 

Sieg für das schwarze Phantom

 

Kurz vor Beginn der NRHA Freestyle Reining Open wurde die Showarena noch einmal zum Abreiten freigegeben. So konnten die Zuschauer schon einen ersten Vorgeschmack auf die phantasievollen Kostüme der Teilnehmer bekommen – ein buntes Bild!

 

Sieben Starter verzeichnete die Freestyle Reining Open. Szenenapplaus und Anfeuerungsrufe der Zuschauer trieben Reiter und Pferde an. Zwei Teilnehmer stachen mit einer besonders gelungenen Vorstellung heraus: Uschka Wolf (GER) erzählte mit ihrer Quarter Horse-Stute Jacs Smokey Maid eine Geschichte aus dem Morgenland und brachte das Publikum zu Begeisterungsstürmen: in der Sandwüste des Orients klaut ein Beduine dem schlafenden Besitzer das Pferd. Ohne Zaumzeug, nur mit Halsring!, rauschte die Reiterin durch die Nacht. Eine sehr harmonische und trotzdem rasante Vorstellung in aufwendigen Kostümen, die den Besuchern eine Gänsehaut über den Rücken laufen ließ. Besonders beeindruckend, dass alle Manöver trotz dieses hohen Schwierigkeitsgrads von den Richtern im +0,5-Bereich bewertet wurden.

 

Ebenfalls einen mitreißenden Ritt lieferte Ricky Bordignon (ITA) auf seinem Quarter Horse-Hengst The Little Fighter. Zu Musik von Christina Aguileira zeigte er sich als Phantom im schwarzen Frack, Hut und mit Augenklappe, sein Palomino glänzte gold-metallic im Scheinwerferlicht. Auch hier war der Schwierigkeitsgrad hoch: Ohne Sattel präsentierte er einen Ritt mit viel Tempo, der die Zuschauer mitriss. Stops, Rollbacks und Spins –  kein Problem auf dem blanken Pferderücken. Die Spins waren rasend schnell und dennoch sauber -  sie wurden von den Richtern mit Scores bis zu +1,5 bewertet!

 

Wer von den beiden würde aber gewinnen? Am Applaus der Zuschauer war das Ergebnis nicht abzulesen, gab es doch für beide Ritte wahre Begeisterungsstürme. Mit einem Gesamtscore von 225,5 gewann schließlich Ricky Bordignon, Uschka Wolf kam auf den zweiten Platz mit 221 Zählern. Dritte wurde Sita Stepper (GER) auf dem Quarter Pony Blues Starlight mit einem Score von 211,5. Mit Schnorchel, Strohhut und Schwimmflossen ritten sie und ihr Pferd in den Badeurlaub. 

 

Auf den weiteren Plätzen folgten Franziska Lipp (GER) mit Elite Solano als Braut und Bräutigam, den fünften Platz belegte ein vermummter Motorradfahrer alias Andrea Schmidt (GER) und Bondet Strike. Auf die Plätze 6 und 7 kamen Sabine Thamm (AUT) mit Jacs Lil Jessy, die die Fussballweltmeisterschafts-Stimmung noch einmal aufleben ließ, und Klaus Rossmark (GER) mit Justa Lena Buck als Lucky Luke.

NRHA Freestyle Reining Non Pro

 

Sieg für das Geburtstagskind „Minnie Mouse“

 

Von Elvis über Barbie bis hin zu Mozart – mit vielgestaltigen Kostümen präsentierte sich die Freestyle Reining der Non Pros, in der neben zwei Amateuren auch vier Jugendliche starteten.

Minnie Mouse alias Melina Hugelshofer (CH) gewann die Prüfung schließlich mit Jacs Royal Paco. Im roten Disney- Kostüm und mit Schirmchen lieferte sie einen sauberen Ritt und scorte  eine 211,5. Und machte sich damit zu ihrem 12. Geburtstag ein besonders schönes Geschenk. Der 15-jährige Wallach Jacs Royal Paco startete bereits auf der Americana 2004 in der Freestyle Reining Open unter Madeleine Häberlin – unvergessen ihr Ritt als „knallrotes Gummiboot“.

Mit 204,5 Punkten belegte Stefanie Schuck (GER) mit MS Continental Love den zweiten Platz. Sie zeigte sich als Vamp zu dem Song „Timewalk“ aus der Rocky Horror Picture Show. Zu den Klängen von „Walk like an angel“ tanzte sich Elvis auf den dritten Platz, im Kostüm steckte Simone Darga (GER), die ihr Pferd What A Fine Pine vorstellte.

Peter Wiedenmann als Barbie geschah ein kleines Mißgeschick während seines Rittes. Ein Raunen ging durch die Zuschauerränge, als sich Pad und Blanket vom Reiter unbemerkt unter dem Sattel lösten. Erst im Spin sah er, dass ihm die Pads unter dem Sattel wegrutschten. Schließlich ging auch noch eine Hufglocke bei rasantem Tempo verloren. Trotzdem brachte er seine Vorstellung als Barbie auch ohne Sattelunterlage souverän zu Ende und belegte den vierten Platz.

 

Von den Zuschauern bejubelt wurde das einzige Shetlandpony – Moritz – im Starterfeld, das von Lorena Feuerstein (GER) vorgestellt wurde. Passend zum Mozartjahr galoppierte sie zu dem Song „Amadeus“ von Falco als Wolfgang Amadeus durch die Arena. Auf den rasanten Galoppzirkeln ließ Mozart die kurzen Ponybeine durch die Luft wirbeln. Das Paar belegte mit ihrer Vorstellung den fünften Rang.

 

Beim Ritt des Sechstplazierten, Heiko Saßenberg (GER) mit Smart Peppy Peanut, zierte ein Toilettenhäuschen zusätzlich die Reitarena, er selbst ritt im Kostüm eines Klempners.

 

ECHA European Cutting Championship Open

 

39 Spitzencutter kämpften um Europameister-Titel

 

39 Starter gingen heute in den ersten Vorlauf um die European Cutting Championship in der Open Kategorie. Insbesondere die Italiener konnten hier hervorragend punkten: sechs der Top-Ten des Vorlaufs stammen aus Italien.